Mittwoch, 26. April 2017

Syrer sprechen über Trump, Islam & Flüchtlingskrise (Syrians talk on Trump, Islam & refugee crisis)

Von Billy Six



Published on Apr 25, 2017
Zwei Syrer in Deutschland. Gegensätzliche Einblicke aus erster Hand - von den Medien verschwiegen. Ungeschnitten/vollständig, nur thematisch sortiert.

( Two Syrians in Germany. Opposing insights at first hand - you won´t hear their views in the system media! Uncut/fully, but topically sorted. )

- DR. SALEM EL-HAMID, 66, Chefarzt & inoffizieller Unterhändler zur Assad-Regierung (Kirchen) _______ ( chief physician & inofficial negotiator with al Assad government )

- FAWAZ TELLO, 56, bekanntester Vertreter der Exil-Opposition in Deutschland; pflegt seit fast 20 Jahren gute Beziehungen zum Auswärtigen Amt (Berlin) _______ ( most famous advocate of exiled Syrian opposition in Germany; good relations with Foreign Office for nearly 20 years. )

INTRO:

https://www.youtube.com/watch?v=ObxET...

THEMEN ( topics ):

02:48 Baschar al Assad
11:57 Rolle der USA ( role of U.S. )
26:42 Donald Trump
35:04 Israel & Iran
39:27 Minderheiten ( minority groups )
50:22 Islam
01:14:48 Flüchtlingskrise ( refugee crisis )
01:42:53 Lösungen ( solutions )
01:44:52 Medien ( media )
01:47:32 Billys Syrien-Reise ( Billy´s trip to Syria )
02:04:26 Schlussworte ( closing words )

* Sprach-Untertitel bis zur 50. Minute - ergänzende Unterstützung erwünscht :-)

( language subtitles till 50th minute - additional support desired :-)

- interviews Feb. (Berlin) & March 2017 (Kirchen)

thanks to
- BURCU C.


Quelle:  https://www.youtube.com/watch?v=IwbWI0-qyQI

Montag, 24. April 2017

Parteien sind out. Wir brauchen eine echte Bewegung

von Andreas Popp

Viele Menschen schreiben mir, und immer häufiger höre ich die bestimmt gut gemeinten Vorschläge, ich möge mich doch einer Bewegung anschließen oder sogar eine eigene gründen, in etwa so etwas wie die Parteien der alternativen Szene, zum Beispiel die AFD oder die Deutsche Mitte usw. Dazu möchte ich einmal Stellung nehmen.

bitte hier weiterlesen

Quelle: http://www.eva-herman.net/parteien-sind-out-wir-brauchen-eine-echte-bewegung/

Samstag, 22. April 2017

DIE LINKE: "Gesundheit vor Profite!" - So feiert sich Dummheit

Auf diesem Foto sehen wir (links) den, wie häufig freundlich lächelnden, designierten Landtagsabgeordneten der Partei DIE LINKE in Oberhausen, Herrn Dr. Martin Goeke, mit einer der völlig idiotischen Parolen seiner Partei in der Hand: "Gesundheit vor Profite!"

"Gesundheit vor Profit" wäre grammatikalisch ja noch hinnehmbar, aber diese Parole, "Gesundheit vor Profite", ist meines Erachtens ein Beweis für die völlige Verblödung der Linken und ihrer bestens alimentierten, selbstverliebten Berufs-Schwätzer.

Wer wählt so was?


Zuletzt editiert am 25. April 2017, 05:46

Verwandter Beiträge:

    Freitag, 21. April 2017

    "Solidarität STATT HETZE" - bewirbt und unterstützt DIE LINKE dubiose, gewaltverherrlichende Organisationen? / Anmerkung

    [Anmerkung: Ich  hatte die Erscheinungsdaten der hier vorgestellten, in Panama registrierten Websites verwechselt. Der Fehler wurde behoben.]


    21. April 2017
    Beim Betrachten einer lokalpolitischen Website der LINKEN sowie der ihres MdB, Niema Movassat, stößt man auf einen Aufruf zur Teilnahme an der für morgen geplanten "bunten" Großveranstaltung, "Solidarität STATT HETZE", mit bis zu 50.000 erwarteten Teilnehmern zahlreicher antirassistischer, antifaschistischer Gruppen, LSBTIQ*-Initiativen, Schüler*innen, Auszubildenden und Student*innen, Parteien, Jugendverbände und weiterer Initiativen (wie bspw. feministische), gegen den Bundesparteitag der AFD in Köln. Aber wer sind dort eigentlich die Veranstalter, und was ist da überhaupt geplant?

    Ursprung und Organisation der öffentlichen Kampagne scheinen eng mit den beiden in Panama registrierten Webseiten  https://noafd-koeln.org/ und https://nationalismusistkeinealternative.net/ und deren unbekannten Betreibern verknüpft zu sein.

    Während die Kampagne, "Solidarität STATT HETZE", erst am 1.Februar 2017 ins Leben gerufen wurde, begann ihrer Partnerseite, "Nationalismus ist keine Alternative", genau ein Jahr vorher mit der Propagandatätigkeit. Beide Seiten sind professionell gestaltet und dienen meines Erachtens nur einem Zweck. Der Mobilisierung verschiedener indoktrinierter, fanatischer Gruppen zur Diffamierung und Ausgrenzung politisch Andersdenkender sowie zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit und zur Störung der öffentlichen Ordnung.

    Deutlich ist, daß hier besonders Heranwachsende und junger Erwachsenene, auch und besonders aus der so genannten Antifa, angesprochen werden, deren gewaltbereiter Teil fester Bestandteil dieser von Steuergeldern finanzierten Partei-Soldateska der Linken ist. Gehirngewaschene junge Menschen, die in der bunten, multikulturellen Welt der LSBTIQ*-Initiativen und "Antifaschisten" weder die tatsächlichen geschichtlichen Ereignisse noch die  Machtverhältnisse kennen und von Volkswirtschaft oder dem Geldsystem keinen blassen Schimmer haben, werden hier dazu instrumentalisiert den politisch anscheinend obsoleten Diskurs mit einem vermeintlichen politischen Gegner zu verhindern und zu unterdrücken.

    An welches Publikum sich die Kampagnen wenden wird nicht nur beim Betrachten der beschämenden "Mobi-Videos" klar, sondern auch beim Durchstöbern der übrigen Seiten und ihrer teils deutlich gewaltverherrlichenden Inhalte sowie den Programmpunkten dieses professionell organisierten, politisch korrekten "Mega-Events" gegen Andersdenkende und die Meinungsfreiheit, dessen Urheber und Organisatoren ebenso wie deren Auftraggeber und Sponsoren, im Dunkeln bleiben.

    Kann jemand der Leser Hinweise auf die Betreiber dieser beiden hier vorgestellten, in Panama registrierten Seiten, Solidarität STATT HETZE und NATIONALISMUS IST KEINE ALTERNATIVE, und ihr radikales Netzwerk geben?


    Zuletzt editiert am 22. April 2017, 16:11 Uhr


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        Donnerstag, 20. April 2017

        Ist das am Horizont Armageddon? - Paul Craig Roberts

        von Paul Craig Roberts
        übersetzt von wunderhaft


        12. April 2017, Paul Craig Roberts, Institute for Political Economy
        Die Unbekümmertheit der westlichen Welt ist außergewöhnlich. Nicht nur die Amerikaner lassen zu von CNN, MSNBC, NPR, der New York Times und der Washington Post gehirngewaschen zu werden, sondern auch ihre Gegenüber in Europa, Kanada, Australien und Japan, die der, als "die Medien" dargestellten, Kriegspropaganda-Maschine vertrauen. http://www.bbc.com/news/world-us-canada-39573526

        Die westlichen "Führer", jene Marionetten am Ende der Fäden mächtiger privater Interessengruppen und des Tiefen Staates, sind ebenso unbesorgt. Trump und seine Amtskollegen in dem amerikanischen Imperium scheinen sich nicht darüber im Klaren zu sein einen Krieg mit Rußland und China provozieren, oder sie sind, anderenfalls, Psychopathen.

        Der neue Idiot im Weißen Haus hat den alten Idioten ersetzt. Der neue Idiot hat seinen Außenminister nach Rußland entsandt. Wozu? Um ein Ultimatum zu stellen? Für weitere falsche Schuldzuweisungen? Um sich für die Lügen zu entschuldigen?

        Stellen Sie sich die Dreistigkeit von Außenminister Tillerson vor. Eine Woche vor seiner Reise nach Moskau hat er unglaubliche Lügen und falsche Schuldzuweisungen über Assads Einsatz von Chemiewaffen mit russischer Erlaubnis in Syrien unterstützt, die Washingtons eindeutiges Kriegsverbrechen eines militärischen Angriffs auf ein Land, ohne Kriegserklärung durch die Vereinigten Staate, rechtfertigten. Nach weniger als 100 Tagen im Amt ist Trump bereits ein Kriegsverbrecher, gemeinsam mit dem Rest seiner Regierung aus Kriegstreibern.

        Die gesamte Welt weiß das, aber niemand spricht es aus. Stattdessen besitzt Tillerson, der drastisch gelogen und gedroht hat, das Selbstvertrauen nach Moskau zu reisen und den Russen zu sagen, daß sie Assad der amerikanischen Allmacht ausliefern müssten.

        Tillersons Mission demonstriert den totalen Realitätsverlust der Welt, in der Washington lebt. Versuchen Sie sich Tillersons Arroganz vorzustellen. Würden sie sich wohl dabei fühlen, wenn Sie wichtige Menschen in Ihrer Nachbarschaft zum Dinner besuchten, die sie vorher beleidigt und bedroht haben? Meint Tillerson, daß Rußland jetzt, wo es Syrien weitgehend von dem durch die VS unterstützten ISIS befreit hat, bereit ist Syrien an Washington auszuliefern?

        Wird er Lavraov erzählen, daß er die scheußlichen Lügen, die er über Rußland erzählt hat, nicht so gemeint hat, sondern von den zionistischen Neokonservativen dazu gezwungen worden ist? Daß er, als bloßes Werkzeug des anglo-zionistischen Imperiums, selbst nicht wirklich daran beteiligt ist?

        Wird sich Tillerson für die Behauptung des Sprechers des Weißen Hauses entschuldigen, daß Assads, Rußlands Verbündeter, schlimmer als Hitler ist? http://www.bbc.com/news/world-us-canada-39573063

        Vielleicht wird Tillerson um Asyl bitten und auf die Seite des Siegers wechseln.

        Stephen Cohen, einer der wenigen verbliebenen Rußland-kundigen Amerikaner sagte gegenüber zwei Presstituierten von CNN und dem Kriegstreiber Col. Leighton, einer der "Experten" zur Verkündung der Propaganda gegen Rußland präsentieren, deutlich, daß Rußland sich auf einen heißen Krieg vorbereitet. Es scheint, als ob dies sowohl den Presstituierten als auch dem Oberst entgangen ist. Auf wessen Gehaltsliste stehen die?  http://www.informationclearinghouse.info/46838.htm

        Stephen Cohen, one of the few remaining Americans knowledgeable about Russia, told the two CNN presstitutes and the warmonger Col. Leighton, one of the “experts” that the presstitutes roll out to pronounce the propaganda against Russia, that Russia was preparing for hot war. It seems to have gone over the heads of the CNN presstitutes and colonel. Whose payroll are they on? http://www.informationclearinghouse.info/46838.htm

        Wer den Präsidenten und die Regierung in Washington, die Regierungen in Europa, besonders die Idioten in London, und die kanadische und australische Regierung betrachtet, kann sich über die völlige Dummheit der "westlichen Führung" nur wundern. Sie betteln um das Ende der Welt.

        Und die Presstituierten sind daran dem Ende des Lebens dem Ende des Lebens zu zuarbeiten. Eine ungeheure Anzahl von Menschen im Westen werden auf ihren eigenen Untergang vorbereitet und sind durch ihre Sorglosigkeit davor gefeit, dies wahrzunehmen.

        Washington ist so arrogant und in seiner eigenen Selbstüberschätzung verloren, daß Washington nicht begreift, daß die jahrelangen knallharten Lügen über Rußland und die russischen Absichten und Taten Rußland davon überzeugt haben, daß Washington die Bewohner der Vereinigten Staaten und seine gefangenen Völker in West- und Osteuropa sowie in Kanada, Australien und Japan auf einen atomaren Präventivschlag gegen Rußland vorbereitet. Veröffentlichte Kriegspläne der VS gegen China haben China ebenfalls hiervon überzeugt.

        Wozu dient der Wechsel der Kriegsdoktrin der Vereinigten Staaten, wenn nicht dem Krieg. George W. Bush hat die stabilisierende Rolle von Nuklearwaffen aufgegeben, indem er ihre Vergeltungsfunktion zu einer Erstschlags-Funkion gemacht hat. Anschließend hat er den von Präsident Richard Nixon abgeschlossenen ABM-Vertrag gekündigt. Derzeit sind VS-Raketen an den russischen Grenzen stationiert. Wir erzählen den Russen die Lüge, daß diese Raketen der Vorbeugung eines Nuklearschlags iranischer Interkonitinetalraketen gegen Europa dienten. Trotz der bekannten, unanfechtbaren Tatsache, daß der Iran weder im Besitz von Atomwaffen noch von Interkontinentalraketen ist, wird diese Lüge von den Marionetten in Europa verbreitet und akzeptiert, .

        Wenn Rußland diese unverholenen, eklatanten und offenkundigen Lügen hört, begreift es, daß Washington einen einen präventiven nuklearen Erstschlag auf Rußland plant.

        China ist zu demselben Schluß gekommen.

        Das ist also die Situation. Zwei Atommächte erwarten, daß die wahnsinnigen Idioten, die den Westen beherrschen, beabsichtigen sie mit Nuklearwaffen anzugreifen. Was werden Rußland und China tun? Werden sie um Gnade winseln?

        Nein. Sie bereiten sich darauf vor den bösen Westen, eine Ansammlung von Lügnern und Kriegsverbrechern einer Art, wie die die Welt noch nie erlebt hat, zu zerstören

        Es sind die Vereinigten Staaten, der Treppenwitz einer "einzigen Weltmacht", die nach 16 Jahren nicht in der Lage ist wenige tausend leicht bewaffnete Taliban in Afghanistan zu besiegen, die um Gnade winseln sollten.

        Die ruchlose und unverantwortliche Kriegstreiberei in der Regierung der Vereinigten Staaten und den presstituierten Medien sowie unter den Vasallen Washingtons muß umgehend ein Ende finden. Das Leben steht auf dem Spiel.

        Putin hat bezüglich der Lügen und Provokationen erstaunliche Geduld mit Washington gezeigt, jedoch kann er Rußland nicht auf´s Spiel setzen, indem er Washington vertraut, dem niemand trauen kann. Weder das amerikanische Volk noch das russische Volk noch irgendein anderes Volk.

        Durch das Aufspringen auf den Propaganda-Zug des Tiefen Staates macht sich die liberal/progressive Linke zum Komplizen beim Marsch nach Armageddon.

        *******

        Dr. Paul Craig Roberts war stellvertretender Finanzminister und Mitherausgeber des Wall Street Journal. Er war Kolumnist für Business Week, Scripps Howard News Service und Creators Syndicate. Er hatte viele Universitätsprofessuren inne. Seine Internet-Kolumnen genießen weltweites Ansehen. Roberts letzte Bücher sind The Failure of Laissez Faire Capitalism and Economic Dissolution of the West, How America Was Lost und The Neoconservative Threat to World Order





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        Donnerstag, 13. April 2017

        Sigmar Gabriel - ein Heuchler?

        Am Rande seiner heutigen Reise nach Serbien und ins Kosovo sagte der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel: "Es ist sehr zu bedauern, dass sich der Sicherheitsrat aufgrund eines erneuten russischen Vetos nicht auf eine Verurteilung der entsetzlichen Vorfälle in Chan Schaichun einigen konnte". Mit der Wirklichkeit ist diese Äußerung Gabriels kaum vereinbar.


        Der dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen von den VSA, Großbritannien und Frankreich vorgelegte, mehrfach geänderte Resolutionsentwurf sah nicht die Verurteilung der "entsetzlichen Vorfälle", sondern die der syrischen Regierung für die in Khan Sheikhoun begangenen Kriegsverbrechen vor, ohne daß deren tatsächliche Umstände bisher von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) hinreichend geklärt worden sind. Unklar erscheint allerdings, ob die syrische Regierung dieser internationalen Organisation tatsächlich eine Untersuchung in der von Terroristen besetzten, umkämpften Region verweigert.

        Fest steht jedoch, daß die darauf folgende Bombardierung eines syrischen Luftwaffenstützpunkts durch die Vereinigten Staaten einen klaren Bruch des Völkerrechts darstellt, was alle "verantwortlichen" deutschen Politiker vollständig zu ignorieren scheinen.

        Interessant ist, daß Signar Gabriel diese Meinung vor seiner Reise nach Serbien geäußert hat, wo die Welle völkerrechtswidriger Angriffskriege gegen souveräne Staaten durch die "westliche Staatengemeinschaft" vor 18 Jahren ihren Anfang nahm.


        Quellen:

        Mittwoch, 12. April 2017

        Unterstützt Niema Movassat, MdB (DIE LINKE), gewaltbereite Organisationen im Kampf gegen andersdenkende "Minderheiten" in Deutschland?

        [Anm: Dieser bisher unveröffentlichte, unwesentlich veränderte Beitrag stammt aus dem Jahr 2015. Mittlerweile haben sich die Verhältnisse dramatisch verschlechtert, und Oberhausen gilt mittlerweile nicht nur als hoch subventionierte "Drogen-Metropole in NRW" (nur das bisher jüngste Beispiel), sondern auch von Ausländern an Deutschen begangene Eigentums- und Gewaltdelikte sind hier an der Tagesordnung.]

        5. Mai 2015
        Kürzlich, am 1. Mai 2015, wurde ich, als unbeteiligter Beobachter, Zeuge eines Vorfalls, der sich schon ca. eine halbe Stunde vor der von dem, des von unseren Steuergeldern bestens alimentieren, iranisch stämmigen MdB der Partei DIE LINKE, Niema Movassat, so dargestellten Situation ereignet hat.

        Wenige gewaltbereite Mitglieder des sogenannten "Antifaschistischen Bündnisses" hatten versucht die von den, bis dahin weder mit Schutzwesten noch Helmen ausgerüsteten angeblichen "Beamten" der POLIZEI® eingerichteten Grenzen der, die vermeintliche Meinungsfreiheit schützende, "Pufferzone" gewaltsam zu übertreten. Die Bediensteten der Oberhausener POLIZEI®  drängten diese bis dahin wenigen gewaltbereiten Mitglieder des "schwarzen Blocks" des "Antifaschistischen Bündnisses" unter Einsatz geringer Mengen Pfeffersprays, das leider auch umstehende Unbeteiligte wie mich erreicht hat, zurück und klärten hiermit die Fronten.

        Ich verließ daraufhin die Veranstaltung, zu deren Teilnahme, wie in Diktaturen üblich, auch die Eltern minderjähriger Kinder von Schulen und Kindergärten aufgefordert worden waren, in der Überzeugung, daß die multikulturelle Gesellschaft tatsächlich in voller Absicht "grandios gescheitert ist", wie selbst Angela Merkel, schon vor ihrer dauerhaften "Regentschaft", bereits im Jahr 2004 erklärt und diese Aussage auch später wiederholt bekräftigt hat.

        Laut aussprechen darf das freilich nur die Kanzlerin. Alle anderen, die hierauf hinweisen, werden als xenophobe, rechtsradikale Rassisten oder Nazis diffamiert und zwar von jenen, die am lautesten brüllen und gegen alle anderen, die nicht ihrer für einzig gültig erklärten Meinung sind, bereit sind Gewalt anzuwenden.

        Kein Wunder also, daß die Polizisten einem zweiten Versuch entschiedener entgegengetreten sind, nachdem die  400 "friedliebenden", heran gekarrten Demonstranten die gewaltbereiten Mitglieder des schwarzen Blocks nicht des Platzes verwiesen, sondern deren Gewaltbereitschaft geduldet haben.

        Ich lebe, anders als das MdB, Niemals Movassat, in diesem, anscheinend mittlerweile von mafiös strukturierten ausländischen Sippen oder Clans kontrollierten, heruntergekommenen Stadtteil einer der am höchsten verschuldeten Städte Nordrhein-Westfalens, für die neun weitere Flüchtlingsunterkünfte vorgesehen sind, und deren Polizeiberichte allen, die gelernt haben zwischen den Zeilen zu lesen, über die ethnische Herkunft eines Großteils der Täter der nicht nur im Ruhrgebiet sprunghaft steigenden Gewalt- und Eigentumsdelikte an Deutschen Auskunft geben.


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        Montag, 10. April 2017

        Stellungnahme des Weltfriedensrats zum Raketenangriff der USA gegen Ziele in Syrien

        Vom Weltfriedensrat 
        Übersetzt von wunderhaft


        7. April 2017, Weltfriedensrat
        World Peace Council         » Home Page
        Der Weltfriedensrat brandmarkt die kürzlichen Raketenangriffe der USA gegen Ziele in Syrien am 6. April und verurteilt sie als einen Akt der weiteren Eskalation der imperialistischen Intervention in Syrien und der Region, aufgrund des mutmaßlichen Einsatzes chemischer Waffen in Khan Sheikhoun nahe Idlib durch die syrische Armee, einem Verbrechen mit suspekten Motiven.

        Die Bombardierung Syriens stellt nicht nur eine Verletzung der Prinzipien der UN-Charta dar, sondern auch die Fortsetzung der US-Politik früherer US-Regierungen, nun durch die Trump-Administration. Nach der Erschaffung, Ausbildung und Finanzierung der bewaffneten Söldnergruppen von "ISIS" und anderen, unterstützen die USA, die NATO und die EU gemeinsam mit ihren Verbündeten in der Region bewaffnete Terrorgruppen, durch Angriffe auf die syrische Armee, nicht zum ersten Mal. Hinter diesen Angriffen stehen Pläne für die Errichtung eines "Erweiterten Mittlern Ostens" mit der Kontrolle über Energiequellen und Pipelines und mit willigen Regimen sowie neuer Grenzen. Der Weltfriedensrat bekundet seine Solidarität mit dem syrischen Volk und den Völkern in der Region für deren Rechte zur freien Selbstbestimmung über ihre Zukunft, ohne jede äußere Einmischung. Auch verurteilen wir die Heuchelei und Doppelmoral jener Imperialisten, die Angriffe auf Völker und Nationen unterstützen und/oder ausführen, welche Hunderttausende zu Flüchtlingen machen und zur selben Zeit über die um ihr Leben bangenden, vertriebenen Menschen "Tränen vergießen".

        Der Weltfriedensrat ruft seine Mitglieder und Freunde auf die imperialistischen Interventionen und Pläne in der Region zu verurteilen und ihre Solidarität mit den bedürftigen Menschen Ausdruck zu verleihen.

        Der Weltfriedensrat
        7. April 2017


        Quelle: http://www.wpc-in.org/statements/statement-world-peace-council-missile-attack-usa-against-syrian-targets


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        Sonntag, 9. April 2017

        Eilmeldung: Veterans Today soll auf Trumps Befehl eliminiert werden / aktualisiert

        Von Gordon Duff
        Übersetzt von wunderhaft

        [Anm: Als ich heute morgen Gordon Duffs Artikel von Facebook übersetzte, war die Hauptseite von VT nicht zu erreichen.]

        VT-Server wurden vom US Army Cyber Command in Fort Huachuca gehacked



        8. April 2017, Veterans Today
        Quellen aus höchsten Kreisen der amerikanischen Geheimdienstgemeinde haben Veterans Today davor gewarnt, daß Präsident Trump, gemeinsam mit ausgewählten Mitgliedern seines Teams, einschließlich General McMaster*, befohlen hat Veterans Today vom Netz zu nehmen.

        Veterans Today ist seit fast 12 Stunden Angriffen von Schadsoftware zugunsten der nationalen Sicherheit ausgesetzt.

        Wir haben viel mehr zu berichten. Nun sind wir offizielle Gegner der Gauner, die den Militär- und Sicherheitsapparat der Vereinigten Staaten kontrollieren. Wünschen Sie uns Glück, wir sind alles, was Ihnen bleibt.g

        *******

        Gordon Duff ist ein ehemaliger Marinesoldat aus dem Vietnamkrieg. Er ist arbeitsunfähiger Veteran und hat sich über Jahrzehnte für die Belange von Veteranen und deren Sichtweisen eingesetzt.

        Gordon Duff ist akkreditierter Diplomat und gilt gemeinhin als einer der weltweit führenden Geheimdienstexperten. Er verwaltet der Welt größte private Geheimdienstorganisation und berät sich regelmäßig mit Regierungen, über deren entsprechenden Herausforderungen.

        Gordon Duff ist extensiv gereist, wird weltweit veröffentlicht und ist regelmäßiger Gast bei Fernseh- und Radiosendungen in mehr als nur "einigen" Ländern. Er ist auch ausgebildeter Koch, Weinenthusiast, begeisterter Motorsportler und auf historische Waffen und deren Restauration spezialisierter Waffenschmied. Geschäftserfahrung besitzt er in der Energie- und Verteidigungstechnologie.
        Er ist Co-Moderator der bekannten Jim and Gordie Show von Veterans Today.

        Besuchen Sie Gordon Duffs YouTube Kanal

        Quelle: https://www.facebook.com/Veterans-Today-Network-170917822620/?ref=page_internal


        *Zusätzlich eingefügter Link:

        Freitag, 7. April 2017

        Schwedische Ärztevereinigung: Die Weißhelme haben Kinder für gefälschte Videos von Giftgasangriffen ermordet

        Von Gordon Duff, in Zusammenarbeit mit den SWEDHR
        Übersetzt von wunderhaft


        Wann wird die Kriegsschuld Nazi-Deutschlands heimkehren, um sich in Amerika niederzulassen?



        Einleitung von Gordon Duff
         
        6. April 2017, Veterans Today
        Präsident Trump droht derzeit damit Amerika in einen Krieg gegen Syrien sowie den Iran und sogar gegen Rußland zu führen. Ein Krieg, der sich, wie er sagt, durch "Beweise" rechtfertigt, die er von den Syrischen Weißhelmen erhalten hat, und wir werden zweifelsohne beweisen, daß jene eine Organisation des "Tiefen Staates" ist. Eine Mischung aus CIA, Al-Qaida und britischen Geheimdiensten. Jetzt haben wir den "todsicheren" Beweis, daß Trump und die "Fake News" Mainstream Medien (MSM) uns alle seit jeher gemeinsam belügen.

        Der Schauspieler George Clooney wußte, daß die Organisation
         Swedish Doctors for Human Rights (SWEDHR) die "Weißhelme" als Kindermörder  bezeichnet hat, als er das Oscar-gekrönte Propaganda-Video produziert hat, das zu diesem jüngsten Gräueltaten geführt haben mag. Die Organisation, SWEDHR, existiert tatsächlich und ihre maßgebliche Arbeit sowie ihre Anklage gegen die Weißhelme wegen der Tötung von Kindern sollte Clooney und Netflix bekannt gewesen sein. Sie hätten ihre Arbeit dennoch fortgesetzt. Warum?



        George Clooney: Von einer schwedischen Ärztevereinigung der Werbung für Videos von Kindermorden beschuldigt

        Außerdem ist Google selbst am Krieg mit diesen und anderen Gruppen beteiligt, was das Unternehmen aus den Suchmaschinen jedoch heraus-zensiert. Die Information hier wird den Amerikanern neu sein.

        Bitte denken Sie daran, daß weder das Weiße Haus noch irgendein westliches Medium die Kontroverse bezüglich der Weißhelme, die nach unserer Meinung vermutlich Teil von Al-Qaidas Propaganda-Operationen ist, zugegeben hat. Noch wurden jemals die Giftgasangriffe von FSA, ISIS und Al-Nusra erwähnt, als ob sie, wie durch Zauberei, plötzlich in Vergessenheit geraten seien.

        Die Weißhelme, eine angeblich unabhängige NGO, erhält bis zu 100 Millionen Dollar aus der Finanzierung "dunkler Projekte" von der CIA und dem britischen Außenministerium. Die Ermordung von Kindern ist, wie wir beweisen werden, ihr Geschäft. Mit der gemeinsamen Nutzung des türkischen Geheimdienststützpunkts in Gaziantep macht die Türkei diese Organisation ehre zu einer "Todesschwadron" als zu einer Zivilschutz-Organisation.


        ____________


        Kinder für Propaganda-Videos ermordet

        Sie Schwedischen Ärzte für Menschenrechte (swedhr.org) haben Videos von Rettungsmaßnahmen nach einem mutmaßlichen Angriff durch syrische Regierungstruppen analysiert. Die Ärzte fanden heraus, daß die Videos, auf denen sogar Bühnenanweisungen in arabischer Sprache zu hören waren, gefälscht worden sind, und daß es sich bei der angeblichen "Rettung" tatsächlich um Mord gehandelt hat. Bei der ersten Analyse sah es danach aus als haben die Ärzte ein Kind behandelt, das bereits tot war.



        Jedoch stellte unser Team nach weiteren Ermittlungen fest, daß der Junge aufgrun einer Überdosis Opiate bewußtlos gewesen ist. Das Video zeigt wie das Kind Injektionen in seine Brust, wohl in der Herzregion, erhalten  und schließlich getötet worden ist, während ihm eine klar gefälschte Adrenalin-Injektion verabreicht wurde.

        Das war ein Mord

        Die Ärzte stellten bei ihrer Untersuchung fest:

        • Das Video sollte eine lebensrettende Maßnahme nach einem Chemiewaffenangriff mit Chlorgas (das nun zu Sarin erklärt worden ist, was unmöglich ist), einschließlich der Injektion von Adrenalin mittels einer Spritze mit einer langen Nadel ins Herz des Kindes zeigen. Auf keinen Fall sind die Behandlungen gegen einen potentiellen chemischen Kampfstoff korrekt durchgeführt worden.

        • Der Umgang und die Behandlung des Kindes waren fahrlässig und gefährlich, wahrscheinlich um  ernsthaften Schaden zu verursachen.

        • Am aufschlußreichsten sind die gefälschten, wiederholten Injektionen von Adrenalin, vermutlich ins Herz. Das medizinische Personal, das wir meiner Meinung derzeit sicherlich als Schauspieler bezeichnen können, hat den Kolben der Spritze nicht gedrückt. Daher ist ihr Inhalt niemals injiziert worden, wie in dem Video deutlich zu erkennen ist.

        • Die Untersuchung durch ein Team von tatsächlichen medizinischen Experten, basieren auf den im Video zu sehenden Bildern, deutet darauf hin, daß das Kind an einer Injektion von Opiaten gelitten hat und wahrscheinlich an deren Überdosierung gestorben ist. Es liegen keine Anzeichen irgendeines anderen Wirkstoffs, einer Chemikalie oder etwas anderem vor.

        • Keines der in dem Video gezeigten Kinder wies irgendwelche Zeichen davon auf Opfer eines Giftgasangriffs geworden zu sein. Aus einem früheren Video der Weißhelme:



        •Es war klar, daß das Kind durch die gefälschte Injektion, verabreicht mit den Stichen der langen Nadel, umgebracht worden ist. Dies war eine als medizinische Behandlung inszenierte, vorsätzliche Tötung.

        • Hinter der gefälschten Übersetzung des Videos, enthält die tatsächliche, arabischsprachige Version Bühnenanweisungen zur Positionierung des Kindes für das Video, nicht für eine medizinische Behandlung.



        • Die Videos sind auf dem Kanal der Weißhelme "Syriam civil defense in idlib province" hochgeladen worden, Die Videos wurden von den Weißhelmen gemeinsam mit der Organisation "coordinating sarmin" produziert, deren Logo eine schwarze Djhadisten-Flagge (Al-Qaida) ist. In dem Video sind auch Weißhelme zu sehen.


        Der Vorsitzende der Vereinigung, Prof. Marcello Ferrada de Noli, veröffentlichte Anfang März 2017 einen ersten Artikel mit einer Analyse des Falles: "Schwedische Ärzte für Menschenrechte: Weißhelm-Video, makabere Manipulation an toten Kindern und inszenierte Giftgasangriffe zur Rechtfertigung einer Flugverbotszone" in Syrien.

        Hierauf folgten weitere makabere Entdeckungen auf den Videos, die ursprünglich nicht in dem Artikel über das Video der Weißhelme: Aktualisierte Beweise der schwedischen Ärzte bestätigen, daß gefälschte Lebensrettungsmaßnahmen Kinder verletzen.

        Die gemeinsame Erkenntnisse der schwedischen Ärzte (SWEDHR) bezüglich der Propaganda und Fälschung durch Al-Qaida in Syrien: (Al-Nusra) stimmt mit den Erkenntnissen leitender deutscher und internationaler Wissenschaftler über den Syrien-Krieg überein.



        Ferrada de Noli ist Gründer und Vorsitzender der Swedish Doctors for Human Rights (SWEDHR),[36], einer regierungsunabhängigen Forschungs-Organisation, deren im Gesundheitswesen arbeitende Professoren und Doktoren die Folgen von Gräueltaten an der Zivilbevölkerung sowie von Folter und Menschenrechtsverletzungen erforscht und zu veröffentlicht.

        Die Organisation führt ihre Bemühungen auf folgenden Gebieten durch: Szenarien an Land, bei denen die Zivilbevölkerung Ziel von Kriegsverbrechen wurde, Übergriffe durch Teile von Regierungen auf die Menschenrechte von Individuen, die Kriegsverbrechen darstellen, individuelle Fälle von Kriegsverbrechen ausgesetzten Ärzten und die Folgen von Folter an Häftlingen. Lesen Sie weitere Beschreibungen in dem Manifest der Organisation.[37]

        Das erste gewählte Gremium der SWEDHR setzte sich aus Leif Elinder, Marcello Ferrada de Noli (Vorsitzender), Martin Gelin, Alberto Gutierrez, Ove B. Johansson, Lena Oske, Armando Popa, Anders Romelsjö (stellvertretender Vositzender), Marita Troye-Blomberg, und Luz Varela zusammen.[38]
        Im Februar 2015 gründete Ferrada de Noli mit einer Gruppe europäischer Akademiker und Herausgeber das Online-Magazin The Indicter, zu dessen Chefredakteur er gewählt wurde.[39]



        Die Schwedischen Professoren & Doktoren für Menschenrechte (SWEDHR) ist eine unabhängige, unparteiische Nichtregierungsorganisation, die deren Aufgabe in der Untersuchung von und Berichterstattung über die Folgen von Kriegsverbrechen, Folter und Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung oder Individuen besteht.

        Außerdem lehnen wir Angriffe durch Regierungen auf die Menschenrechte von Individuen ab, die Kriegsverbrechen angeprangert oder ernsthafte Rechtsverstöße gegen die Bürgerrechte einer Gesellschaft aufgedeckt haben. Anders als andere etablierte Menschenrechtsorganisationen in Schweden, werden die Schwedischen Ärzte für Menschenrechte weder ganz noch teilweise von schwedischen Regierungsinstitutionen finanziert.



        SWEDHR ist eine in medizinischen Wissenschaften und dem Gesundheitswesen arbeitende Gruppe schwedischer Professoren, PhDs, medizinischer Doktoren und Hochschulforschern, deren Mitarbeit bei SWDHR rein ehrenamtlicher und privater Natur ist.

        Die Stellungnahmen der SWEDHR repräsentieren ausschließlich die Meinung der Mitglieder dieser Organisation und nicht aller schwedischen Ärzte oder irgendeiner anderen Institution oder beruflicher/akademischer Vereinigung, denen die Mitglieder der SWEDHR angehören. Die SWEDHR folgt sowohl den Menschenrechtsnormen der Vereinten Nationen als auch den ethischen Normen gemäß der Deklaration des Weltärztebundes von Helsinki. Lesen Sie mehr über die Ziele unserer Organisation und die Grundprinzipien ihrer Gründung im Manifest der SWEDHR.

        Der Unterschied zu anderen Organisationen dieses Typs in Schweden ist, daß die SWEDHR  a) keinerlei Spenden jeglicher Art verwalten, b) weder um wirtschaftliche Förderung durch irgendeine Regierungs-, Unternehmens- oder Privatinstitution bittet, c) keine Gebühren (meddlemsavgift) von ihren Unterstützern verlangt und d) nicht für wirtschaftliche Aspekte hinsichtlich unserer Bemühungen um die Menschenrechte wirbt. Auch glauben wir, daß die Enthaltsamkeit der oben genannten Möglichkeiten externer Zuwendungen ein Weg ist um absolute Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit bezügliche der unbeeinflußten Stellungnahmen in Menschenrechtsfragen zu gewährleisten.

        SWEDHR ist offen für die altruistische Teilnahme von jedem Arzt, der die vorgenannten Forschungsinteressen mit uns teilt. Möglichkeiten der Mitgliedsschaft (Vollmitgliedschaft oder außerordentliche Mitgliedschaft) werden in unserer Geschäftsordnung beschrieben. Bei Fragen, Kommentaren oder falls Sie wünschen an unseren online-Publikationen beizutragen, wenden Sie sich bitte an:
        info@swedhr.org

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        Gordon Duff ist ein ehemaliger Marinesoldat aus dem Vietnamkrieg. Er ist arbeitsunfähiger Veteran und hat sich über Jahrzehnte für die Belange von Veteranen und deren Sichtweisen eingesetzt.

        Gordon Duff ist akkreditierter Diplomat und gilt gemeinhin als einer der weltweit führenden Geheimdienstexperten. Er verwaltet der Welt größte private Geheimdienstorganisation und berät sich regelmäßig mit Regierungen, über deren entsprechenden Herausforderungen.

        Gordon Duff ist extensiv gereist, wird weltweit veröffentlicht und ist regelmäßiger Gast bei Fernseh- und Radiosendungen in mehr als nur "einigen" Ländern. Er ist auch ausgebildeter Koch, Weinenthusiast, begeisterter Motorsportler und auf historische Waffen und deren Restauration spezialisierter Waffenschmied. Geschäftserfahrung besitzt er in der Energie- und Verteidigungstechnologie.
        Er ist Co-Moderator der bekannten Jim and Gordie Show von Veterans Today.

        Besuchen Sie Gordon Duffs YouTube Kanal


        Quelle: http://www.veteranstoday.com/2017/04/06/swedish-medical-associations-says-white-helmets-murdered-kids-for-fake-gas-attack-videos/


        Verwandte Beiträge:

        Zuletzt editiert: 10. April 2017, 23:59 Uhr


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        Macht und Moral

        Von Saprere Aude





        Ein Beitrag zum besseren Verhältnis von Macht und Moral.

        Empfohlene Lektüre:

         Nietzsche: Zur Genealogie der Moran, Jenseits von Gut und Böse

        Machiavelli: Der Fürst, Discorsi

        Der Artikel auf unserem Blog:
        http://sapereaudeblog.de/Rabe/a29/mac...


        Quelle:  https://www.youtube.com/watch?v=NpTOPjhF2eo

        Mittwoch, 5. April 2017

        Aktualisiert: Berichte über den "Giftgasangriff" in Idlib sind derselbe Müll wie schon zuvor

        Von Ian Greenhalgh
        Übersetzt von wunderhaft


        Ein syrisches Kind bei der Behandlung nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff in Khan Sheikum, einer von Rebellen gehaltenen Stadt in der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib am 4. April 2017

        4. April, Veterans Today

        [Aktualisiert: Diese Geschichte, mit gegensätzlichen Berichten aus Syrien und Rußland sowie einer "offiziellen" Version, bei deren Darstellung durch die westlichen Medien es sich um eine komplette Fälschung handelt, ist höchst bruchstückhaft und irritierend. Noch kennen wir nicht alle Teile diese Puzzles, jedoch verfügen wir über gute Quellen innerhalb Syriens und anderswo, weshalb wir so viele Stücke einfügen werden, wie wir können.

        Ursprünglich stammt das Märchen von dem Giftgasangriff von den Weißhelmen, einer Tarn-Organisation, die vorgibt Menschen zu helfen, jedoch in Wahrheit ein Teil der Clique aus Söldnern und ausländischen Soldaten ist, die behaupten syrische Rebellen oder islamische Djhadisten zu sein. Sie waren häufig die Quelle gefälschter Berichte gegen Assad, die diesen Konflikt gekennzeichnet haben. Sie wurden beim Filmen ihrer gefälschten Videos an Orten wie Ägypten und Marokko erwischt, wobei sie Schauspieler, Nebelmaschinen und Filmblut eingesetzt haben. Daher haben wir keinen Grund daran zu zweifeln, daß sich auch diese Geschichte hiervon nicht unterscheidet und eine komplette Fälschung ist.

        Das ist der Grund dafür, warum die Weißhelme einen Oscar erhalten haben – um ihnen den falschen Anschein von Seriosität bei der Vorbereitung ruchloser Desinformations-Operationen wie diesem Gasangriff-Unsinn zu geben.

        Diese düstere Märchen von den Weißhelmen wurde in den westlichen Medien über die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) verbreitet – sie benutzen die Täuschung einer Strumpfpuppe um den Falschnachrichten einer anderen Strumpfpuppen-Desoinformations-Organisation falsche Glaubwürdigkeit zu geben. Wir haben schon vorher ähnliche Operationen beobachtet, besonders bei der israelischen Desinformations-Operation Wikileaks, die häufig Material veröffentlicht hat, daß von anderen fingierten Agenturen hergestellt wurde, Diese Form vielschichtiger Deckungs- und Täuschungsoperation ist fingiert worden, und durch vielschichtig manipulierte Sockenpuppen-Operationen aufgebauschte Falschnachrichten werden bei der Berichterstattung der westlichen Mainstream-Medien über den Syrien-Konflikt zum Standard. Der investigative Journalismus ist tot und wurde durch erfundene Falschnachrichten ersetzt, deren Wahrheitsgehalt vor ihrer Veröffentlichung niemand überprüft.
         

        Wir verfügen über glaubwürdige Informationen, daß ein Konvoi mit der jüngsten Generation von Panzerabwehrlenkwaffen und Ausrüstung zum Schutz vor Giftgasangriffen noch in der Türkei bei der Überquerung der Grenze mach Syrien in die Provinz Idlib beobachtet worden ist, wo er sich mit einem anderen Konvoi verband der Sarin-Gas transportiert haben könnte.

        Eine weitere Schwierigkeit, bei der Aufgabe der Entschlüsselung der tatsächlichen Ereignisse, sind die gegensätzlichen Berichte, die wir aus Syrien und Rußland erhalten. Die syrische Regierung sagt, daß die Anlage, die das Gas produziert hat, von selbst explodiert ist, während die Russen behaupten, daß sie durch einen syrischen Luftangriff explodiert ist. Die Russen sagen, es habe sich um Chlorgas gehandelt, die Weißhelme behaupten es sei Sarin gewesen.

        Aus der Explosion einer Lieferung chemischer Waffen von saudischen Söldnern, die noch vor dem Abladen explodierte und zu der Zeit, als sich die SOHR damit beschäftigt hat, zum Angriff auf die syrische Armee in Hama verwendet worden ist, wurde ein syrischer Luftangriff mit Sarin auf Waisenhäuser und die in Ägypten aufgenommenen Videos mit Nebelmaschinen wurden wieder verzögert nachgeliefert.

        Vielleicht können sie mit ihren Freunden aus Hollywood, den Clooneys, die Qualität ihrer Spezialeffekte verbessern und vervollständigen

        Maybe with the assistance of their Hollywood friends the Clooneys, they can improve the quality of their special effects and make-up in future. Ian]




        [Anm. des Herausgebers: Das Gefühl eines Déjà-vus ist erdrückend, denn diese Geschichte ist die komplette Wiederholung des Märchens von´Assads Giftgaseinsatz gegen Zivilisten in Ghouta´ im Jahr 2013.

        VT hat diese Geschichte ausführlich aufgedeckt, und wir haben die Rolle Israels, der Türkei, Katars, Saudi-Arabiens, der Ukraine, des CIAs und der russischen Mafia enthüllt, die bei der Lieferung von Giftgas an die syrischen Rebellen, die unschuldige syrische Zivilisten mißbrauchen, alle unter einer Decke stecken.

        Der Anstoß, die Geschichte Assad anzuhängen, kam von der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, einem von Rami Abdul Rehman betriebenen Ein-Mann-Desinformations-Dienst in einem Vorort der englischen Stadt Coventry. Genau wie im Jahr 2013 steckt der dickliche kleine Lügner, Rehman, und seine SHRO hinter diesen Lügen, und wieder einmal wird das Mem, ´Assad ist schuld´, dafür benutzt, die wahren Schuldigen zu verschleiern – den ISIS und die Söldner der Freien Syrischen Armee (FSA).

        Im Jahr 2014 stolperte Serena Shim über einen von Jared Cohen und den  Google Idea Groups betriebenen, geheimen Unterschlupf unweit eines Grenzübergangs nach Syrien zwischen dem türkischen Hatay und der syrischen syrischen Provinz Aleppo. In dem Unterschlupf befand sich der ukrainische Geheimdienst, der gerade eine Ladung Sarin-Gas-Granaten aus der Republik Georgien verscharrt hatte. Der Büroleiter von VT und ehemaliger Experte der US-Armee für Chemiewaffen, Jeffrey Silverman, hatte den Transport dieser Massenvernichtungswaffen von den Lugar Labs, einer Einrichtung der CIA nahe dem Flughafen des georgischen Tiblis, verfolgt. Silverman hatte diese Anlage, die als landwirtschaftliche Versuchsanstalt der Vereinigten Staaten gefördert wird und unter direkter Aufsicht der Einrichtung für biologische und chemische Kriegführung der VS in Fort Dietrich, Maryland, steht, in Zusammenarbeit mit dem TV-Netzwerk Russia24, VT und Russia Today aufgedeckt.



        Nachdem Shim diese Geschichte an PressTV weitergeleitet hat, fragte der türkische Präsident Erdogan Vizepräsident Joseph Biden, ob Shim nicht wegen Spionage verhaftet werden könne – wir können, nach dem plump inszenierten ´Unfall´, der nur wenige Tage später zu ihrem Tod führte,  nur vermuten, was Biden geantwortet hat. Auch soll ein in Libyen stationierter unter dem Deckmantel eines Flüchtlingshelfers agierender CIA-Agent, der Shim behilflich gewesen ist, in ihren Tod verwickelt gewesen sein. Shims Tod war eine Warnung an andere Journalisten, nicht die Wahrheit über diese Kriegsverbrechen zu berichten.

         Die Chemiewaffen, die bei dem Kriegsverbrechen in Ghouta benutzt worden waren, sind mit LKWs durch die Türkei nach Gazintep transportiert und dann von dort aus von NGOs nach Alleppo gebracht worden, versteckt in Krankenwagen oder LKWs, die angeblich Hilfsgüter transportiert haben.

        Das russische Außenministerium hat erklärt, daß das in Idlib freigesetzte Gas die Folge eines syrischen Luftangriffs auf eine Raketenfabrik der Terroristen gewesen ist. Sie mischen die Chemikalien vor Ort und füllen sie in alte Propangasbehälter, die sie dann mit ihren plumpen Mörsern in von Zivilisten bewohnte Gebiete feuern. Die Ausbildung hierfür erhielten sie von Israel.

        Die Freie Syrische Armee ist auf den Gebrauch dieser Mörser spezialisiert, und sie ist ein Stellvertreter der Türkei, weshalb ich denke, daß wir davon ausgehen können, daß die Verantwortlichen für dieses Kriegsverbrechen dieselben Leute sind, die für den Gasangriff in Ghouta im Jahr 2013 verantwortlich waren. Ian]


        Die Chef-Diplomatin der EU, Federica sagte am Dienstag, daß das Regime von Bashar al-Assad die "Hauptverantwortung" für einen mutmaßlichen Giftgasangriff trägt, der in der von Rebellen gehaltenen syrischen Stadt Idlib mindestens 58 Menschen getötet hat, einschließlich 11 Kindern im Alter von unter acht Jahren.

        "Heute gibt es schreckliche Nachrichten", sagte Mogherini in einem Interview mit Medienunternehmen in Brüssel am Rand einer EU-UN-Konferenz, die sich mit der Nachkriegs-Situation in Syrien befasste.

        Eine Quelle des syrischen Militärs wies den Gebrauch solcher Waffen strengstens zurück.

        Der Angriff verursachte bei vielen Menschen Erstickungen oder Ohnmacht und einigen lief Schaum aus dem Mund, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, unter Berufung auf medizinische Quellen, welche das als Zeichen eines Giftgasangriffs beschrieben, berichtete.

        Die Luftangriffe auf die Ortschaft Khan Sheikhoun im Süden des von Rebellen gehaltenen Idlib haben auch mehr als 60 Menschen verletzt, berichtete die Beobachtungsstelle, eine in Großbritannien gelegene Kriegsbeobachter-Organisation.

        "Am Morgen des heutigen Tages um 06:30 Uhr haben Kampfflugzeuge Khan Sheikoun mit Gas Angegriffen, bei dem es sich um Sarin oder Chlorgas gehandelt haben soll", sagte Mounzer Khalil, der Leiter der Gesundheitsbehörde von Idlib und fügte hinzu, daß durch den Angriff mehr als 50 Menschen getötet 300 verletzt worden sind.

        "Die meisten Krankenhäuser in der Stadt sind nun mit Verwundeten überfüllt", sagte er auf einer Pressekonferenz in Idlib.

        Später haben Kampfflugzeuge eine medizinische Einrichtung angegriffen, in der Opfer des Angriffs behandelt worden sind, wie die Beobachtungsstelle sowie Mitarbeiter der Zivilverteidigung berichteten.

        Die Zivilverteidigung, auch bekannt als die Weißhelme – ein Rettungsdienst, der in den oppositionellen Gebieten der Stadt operiert – sagte daß Kampfflugzeuge eines ihrer Zentren in dem Gebiet und eine nahe gelegene medizinische Einrichtung angegriffen haben,

        Es stellt den tödlichsten Angriff mit Chemiewaffen in Syrien dar, seit Sarin-Gas im August 2013 Hunderte von Zivilisten in Ghouta, nahe Damaskus, getötet hat. Westliche Staaten behaupten, daß die syrische Regierung für diesen Angriff verantwortlich sei. Damaskus beschuldigte die Rebellen dafür.

        Das Militär bestreitet die Vorwürfe

        Eine Quelle des syrischen Militärs bestritt am Dienstag Vorwürfe, nach denen Regierungskräfte Chemiewaffen benutzt haben, und wies sie als Propaganda der Rebellen zurück.

        Die Armee "hat sie nicht eingesetzt und wird sie nicht einsetzen, weil sie gar nicht über sie verfügt", sagte die Quelle.

        Eine gemeinsame Untersuchung der Vereinten Nationen und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen hat die Regierungskräfte vor kurzem der Durchführung von Giftgasangriffen beschuldigt. Frankreich hat eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zu dem mutmaßlichen Angriff vom Dienstag gefordert.

        Bilder von Reuters zeigten Menschen mit Sauerstoffmasken und Schutzkleidung, während andere Kinderleichen trugen und von Decken bedeckte Menschen auf dem Boden aufgereiht waren.

        Von Aktivisten in Nord-Syrien wurden in sozialen Medien Bilder von einem Opfer mit Schaum vor dem Mund und von fast nackten, sich am Boden windenden Kindern verbreitet.

        Die meisten der Straßen der Stadt sind menschenleer, wie ein Zeuge berichtete.

        In dem Konflikt kämpft Bashar al-Assads Regierung, unterstützt von russisch und iranische unterstützten Milizen gegen eine große Anzahl von Rebellengruppen, einschließlich einiger, die von der Türkei, den Vereinigten Staaten und den Golf-Monarchien unterstützt worden sind.

        Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Dienstag, daß russische Flugzeuge nicht an den Angriffen auf Idlib beteiligt waren.

        Teile von Idlib sind, laut der Beobachtungsstelle, trotz der zwischen der Türkei und Rußland im Dezember ausgehandelten Waffenruhe, durch syrische und russische Luftangriffe bombardiert worden.

        Der türkische Präsident, Tayyip Erdogan, und der russische Präsident, Vladimir Putin, haben über den mutmaßlichen Angriff gesprochen, wie türkische Regierungsquellen berichtet haben. Sie sagten, daß beide Staatschefs auch die Wichtigkeit der Einhaltung der Waffenruhe betont haben.


        Die Einwohnerzahl wurde aufgebläht

        Die Provinz Idlib ist die bevölkerungsreichste der von Assad-Gegnern kontrollierten Regionen – sowohl von Gruppen der Freien Syrischen Armee als auch von islamistischen Gruppierungen, einschließlich der mit Al-Qaida verbundenen Nusra Front.

        Idlibs Einwohnerzahl wurde mit tausenden geflohener Kämpfer und Zivilisten aus Aleppo und der Umgebung von Damaskus, welche die Regierung in den vergangenen Monaten zurückerobert hat, aufgebläht.

        Einige Regionen der ländlichen Provinz, in denen Milizen eine machtbolle Präsenz zeigen, wurden auch von Luftangriffen durch die Vereinigten Staaten getroffen.

        Die Vereinten Nationen und die Organisation für das Verbot chemischer Waffen haben untersucht, ob Damaskus seinen Verplflichtungen aus dem Jahr 2013 nachkommt, durch die eine durch die VS angeführte drohende Militärintervention abgewendet worden ist.

        Ein Bericht aus dem Oktober des vergangenen Jahres behauptet, daß Regierungskräfte in den Jahren 2014 und 2015 mindestens drei Mal chemische Waffen und ISIS im Jahr 2015 Senfgas eingesetzt hat.

        Nach dem Angriff in Ghouta ist die syrische Regierung, einer amerikanisch-russischen Vereinbarung folgend, der internationalen Chemiewaffenkonvention beigetreten.

        Die Regierung, die eine Beteiligung ihrer Streitkräfte an dem Angriff in Goutha zurückweist, hat auch zugestimmt ihren Bestand von 1.300 Tonnen an toxischen Waffen zu übergeben und die Demontage ihres Chemiewaffenprogramms unter internationale Aufsicht zu stellen.

        Damaskus hat den Einsatz solcher Waffen während des sechs Jahre andauernden Krieges, der Hunderttausende Menschen das Leben gekostet und der Welt größte Flüchtlingskrise verursacht hat, wiederholt bestritten.


        *******

        Jan Greenhalgh ist Fotograf und Historiker mit einem besonderem Interesse an Militärgeschichte und den tatsächlichen Gründen von Konflikten.

        Sein Studium der Geschichte und der Medienwirtschaft haben ihm einen tiefen Einblick in den Gebrauch der Massenmedien beim Erzeugen von Konflikten in der Moderne ermöglicht.

         
        Seine bevorzugten Studiengebiete umfassen staatlich finanzierten Terrorismus, von Medien hergestellte Realität und die Rolle von Geheimdiensten bei der Manipulation der Bevölkerung und der Wahrnehmung von Ereignissen.


        Quelle: http://www.veteranstoday.com/2017/04/04/idlib-gas-attack-is-same-old-bs-as-before/


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        Dienstag, 4. April 2017

        Vor achtzehn Jahren: Der Angriffskrieg der NATO auf Jugoslawien: Wer sind die Kriegsverbrecher?

        Von Prof. Michel Chossudovsky
        Übersetzt von wunderhaft


        [Anm: Diese hervorragend recherchierte Artikel beleuchtet die Umstände, Hintergründe und Folgen des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs der NATO auf das Kosovo und ist für das Verständnis der komplexen derzeitigen geopolitischen Situation bedeutungsvoll. Für den ausführlichen Beitrag sollte genügend Lesezeit eingeplant werden.]


        28. März 2017, Global Research
        Vor achtzehn Jahren begann die NATO in den frühen Morgenstunden des 24. März 1999 mit der Bombardierung der Bundesrepublik Jugoslawien. "Die Operatien erhielt den Code-Namen "Operation Allied Force" (etwa ´Unternehmen Bündnismacht´ / Anm d. Übers.), was laut Nebojša Malić zwar ein kalter und einfallsloser jedoch anschaulicher Deckname war.

        Dieser Artikel erschien zuerst im Mai 1999, am Höhepunkt der Bombenangriffe auf Jugoslawien.

        Die Gründe und Konsequenzen dieses Krieges waren Thema einer umfangreichen medialen Desinformationskampagne, deren Absicht darin bestand die Kriegsverbrechen der NATO und der Vereinigten Staaten (VS) zu vertuschen.

        Es ist wichtig zu wissen, daß große Teile der "Progressiven Linken" in West-Europa und Nord-Amerika Anteil an dieser Desinformationskampagne hatte, mit welcher die militärische Intervention der NATO als notwendige humanitäre Operation zum Schutz ethnischer Albaner im Kosovo (den so genannten ´Kosovo-Albanern´ / Anm. d. Übers.) dargestellt worden ist.

        Die Intervention stellte eine Verletzung internationalen Rechts dar. Präsident Milošević hat die Stationierung von NATO-Truppen auf der Konferenz in Rambouillet* abgelehnt.

        Die Dämonisierung von Slobodan Milošević durch sogenannte "Progressive" hat jahrelang zur Rechtfertigung der NATO-Bombardements gedient. Auch trug sie zur Rechtfertigung eines "Kriegsverbrecher-Tribunals" unter der Rechtsprechung jener bei, die umfangreiche Kriegsverbrechen im Namen der sozialen Gerechtigkeit begangen haben.

        Die These vom Gerechten Krieg wurde auch von prominenten Intellektuellen aufrechterhalten, welche den Kosovo-Krieg als einen "Gerechten Krieg" betrachtet haben.

        Im Gegenzug wurde die Befreiungsarmee des Kosovo (UÇK) von zahlreichen "Linken" als eine im Marxismus wurzelnde, echte Befreiungsbewegung unterstützt.

        Die UÇK, deren Führer, Hashim Thaçi, nun Präsident des Kosovo ist, war eine von westlichen Geheimdiensten unterstützte paramilitärische Armee, die von den VS und der NATO finanziert und ausgebildet worden ist. Sie hat Verbindungen zu Al-Quaida, die ebenfalls von VS-Geheimdiensten unterstützt wird.

        Michel Chossudovsky, im März 2006, aktualisiert im März 2017

        * * *

        Der Krieg der Nato gegen Jugoslawien: Wer sind die Kriegsverbrecher?

        Von Michel Chossudovsky, am 15. Mai 1999

        Niederchwelliger Nuklearkrieg

        Mit dem Beginn des dritten Monats der NATO-Luftangriffe ist der Krieg in eine neue Phase getreten. Die "humanitären Bombardements" der Nato haben zu einer Häufung von zivilen Opfern und menschlichem Leiden geführt. Dreißig Prozent der hierbei Getöteten sind Kinder.1 Abgesehen von der Verwendung von Streubomben führt das Bündnis, durch den Einsatz von mit abgereichertem Unran bestückten radioaktiven Bomben und Raketen, einen "unterschwelligen Nuklearkrieg". Hinreichend dokumentiert ist, daß der radioaktive Fallout Krebs verursacht, wovon möglicherweise Millionen Menschen kommender Generationen betroffen sein werden. Laut einem jüngsten wissenschaftlichen Bericht sind seit dem Beginn der Bombardierung "die ersten Anzeichen von Strahlung, einschließlich Herpes im Mundbereich und Hautausschlägen auf Rücken und Fußgelenken, bei Kindern beobachtet worden.2

        Abgesehen von dem radioaktiven Fallout, der die Umwelt sowie die Nahrungsmittelkette kontaminiert hat, sind Jugoslawiens größte chemische und pharmazeutische Anlagen durch das Bündnis bombardiert worden. Die Bombardierung von Galenika, der größten Arzneimittelfabrik in Jugoslawien, führte zum Entweichen gefährlichen, hochgiftiger Dämpfe. Als die Streitkräfte der NATO Mitte April die Anlagen des Petrochemiekomplexes in Pancevo bombardiert haben, brach dort Feuer aus, und ließ große Mengen an Chlorgas und Vinylchloridmonomer austreten. Arbeiter in Pancevo befürchten weitere Bombenangriffe, die weitere Gefahrstoffe zur Explosion bringen und Tonnen an
        Ethylendichlorid in die Donau gelangen lassen würden.3


        Die NATO über die "Rettung ethnischer Albaner"

        Ethnische Albaner wurden von den Luftangriffen der NATO nicht verschont. Bei der Durchführung einer "humanitären Operation zugunsten der ethnischen Albaner" ist die Tötung ethnischer Albaner im Kosovo angeblich "unumgänglich". Abgesehen von den Folgen des Bodenkriegs zwischen der UÇK und den jugoslawischen Streitkräften waren die Bombardierungen und der hieraus resultierende Fallout im Kosovo deutlich verheerender, als im restlichen Jugoslawien.

        Die als humanitäre Mission dargestellten brutalen Luftangriffe der NATO auf Städte und Dörfer im Kosovo haben nachweislich die Abwanderung von Flüchtlingen ausgelöst. Jene, die aus ihren Häusern in Flüchtlingslager nach Mazedonien und Albanien geflohen sind, haben nichts wohin sie zurückkehren oder worauf sie sich freuen könnten... Ein gesamtes Land ist zerstört, seine Industrie und öffentliche Infrastruktur zertrümmert worden. Brücken, Kraftwerke, Schulen und Krankenhäuser werden dem multinational besetzten Gefechtsstand zur Führung von Luftstreitkräften (CAOC)* der NATO im italienischen Vicenza  als "legitime militärische Ziele" dargestellt und, "vor der Ausführung des Luftangriffs durch seinen Piloten, sorgfältig überprüft".

        Mit dem andauernden "diplomatischen Hin und Her" beabsichtigt die Nato der jugoslawischen Wirtschaft (einschließlich der des Kosovo) so viel Schaden wie möglich zuzufügen, bevor eine vom G8-Gipfel* ausgehandelte "Friedensinitiative" sie zur Entsendung von Bodentruppen ermächtigen wird. "Alliierte Befehlshaber habe die Liste ihrer wirtschaftlich relevanten Ziele kontinuierlich erweitert... Die Folgen der Luftangriffe der NATO haben Menschen zunehmend arbeitslos gemacht... Wasserknappheit in Belgrad, Novi Sad und anderen serbischen Städten verursacht... Die Folge waren Geschäftsschließungen, überlastete Krankenhäuser und der Abschnitt von der Wasserversorgung... 4". Etwa 115 medizinische Einrichtungen, von denen einige völlig zerstört worden sind, wurden beschädigt. Und deren Patienten – einschließlich Kindern und Alten – sterben durch den Mangel an Wasser und Elektrizität..5

        General Wesley Clark, der Oberbefehlshaber der NATO in Europa, hat erst kürzlich, im Mai bestätigt, daß "die Luftangriffe der NATO ihren Höhepunkt noch nicht erreicht haben und die Allianz auf weitere zivile Opfer vorbereitet sein sollte".6 General Clark hat auch bestätigt, daß "er die Steigerung der Anzahl von Luftangriffen und die Ausweitung des Umfangs der Ziele im Kosovo anstreben würde.7 Mit dem Eintritt der Bombardierungen in ihren dritten Monat fand auch ein bemerkenswerten Wechsel in der "Rhetorik der NATO" statt. Das Bündnis wurde zunehmend reuelos, NATO-Vertreter entschuldigten sich nicht mehr für zivile Opfer und behaupteten, daß Letzteres "Miloševićs Propagandamaschine helfen würde".


        Die Ausweitung des Konflikts über den Balkan hinaus

        Ertränkt durch die Flut an medialen Eindrücken und selbstsüchtigen Analysen, finden die umfangreichen strategischen Interessen und ökonomischen Gründe des Krieges keinerlei Erwähnung. Der verstorbene Sean Gervasi sah in einem Manuskript aus dem Jahr 1995 einen sich ausweitenden Krieg voraus. Laut Gervasi reichten die strategischen Ziele Washingtons weit über den Balkan hinaus. Sie bestünden im Wesentlichen im "Aufbau eines Regimes westlicher Prägung in Jugoslawien mit dem Ziel das geographische Gebiet sowie Macht und Einfluß Serbiens auf ein Minimum zu reduzieren..."8

        In diesem Kontext bedeutet die Installation amerikanischer Macht in Süd-Europa auch einen Schritt zur Ausweitung des geopolitischen Einflußbereichs Washingtons über den Balkan hinaus in Regionen des Kaspischen Meers sowie Zentral- und West-Asiens.

        In dieser Hinsicht stellt die militärische Intervention in Jugoslawien (unter Verletzung des Völkerrechts) auch einen gefährlichen Präzedenzfall dar. Sie "legitimiert" künftige Militärinterventionen. Um dieses strategische Ziel zu erreichen werden nationale Wirtschaftsräume destabilisiert und regionale Konflikte durch die verdeckte Unterstützung bewaffneter Aufstände finanziert... Mit anderen Worten schafft der Konflikt in Jugoslawien die Voraussetzung für künftige Eingriffe der Allianz in die "inneren Angelegenheiten souveräner Staaten".

        Die Konsolidierung von strategischen Interessen Amerikas in Ost-Europa, des Balkans (und darüber hinaus) wurde nicht nur durch die Erweiterung der NATO (mit dem Beitritt Ungarns, Polens und der Tschechischen Republik als NATO-Mitlglieder), knapp zwei Wochen vor Beginn der Bombenangriffe, deutlich, sondern der Krieg in Jugoslawien stimmte auch mit einer kritischen Spaltung der geopolitischen Übereinkünfte innerhalb der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) überein.

        Ende April unterzeichneten Georgien, die Ukraine, Usbekistan, Aserbaidschan und Moldawien in Washington ein Abkommen zur Gründung von GUUAM*, einem regionalen Bündnis, das strategisch im Zentrum der reichhaltigen kaspischen Öl- und Gasvorkommen liegt "und Moldawien sowie der Ukraine Exportwege (durch Pipelines) in den Westen eröffnet.9 Diese geopolitische Spaltung steht in direkter Beziehung zur Krise in Jugoslawien. Diese bereits destabilsierte Region  zeichnet sich durch nationale Konflikte und separatistische Bewegungen aus.

        Die Mitglieder dieser neuen NATO-freundlichen politischen Gruppierung unterstützen die Bombardements in Jugoslawien nicht nur taktisch, sondern haben auch einer "untergeordneten militärischen Zusammenarbeit" mit der Nato zugestimmt, während die NATO darauf beharrt, daß die Gruppe keine gegen eine dritte Partei, nämlich Moskau, gerichtete Allianz darstellt.10

        Die von westlichen Erdöl-Interessen dominierte Gründung von GUUAM beabsichtigt nicht nur den Ausschluß Rußlands von den Öl- und Gasvorkommen in der kaspischen Region, sondern isoliert Moskau auch politisch und läßt hierdurch die Spaltungen des Kalten Krieges wieder aufleben...


        Der Krieg verzögerte die Nuklearwaffenkontrolle

        Im Gegenzug hat der Krieg in Jugoslawien Initiativen zur Nuklearwaffenkontrolle signifikant verzögert und zur Aufhebung eines Austauschprogramms geführt, das die amerikanischen und russischen Nuklearwaffen-Beamten bis zum Jahresende in dauerndem Kontakt gehalten hätte, um jedwedem Start infolge der durch die Jahrtausendwende entstehenden Computerprobleme zu vorzubeugen.11

        Des weiteren hat Rußlands Militär seine Besorgnis geäußert, "das die Bombardierung von Jugoslawien in sehr naher Zukunft zu einer Generalprobe für ähnliche Angriffe auf Rußland werden könnte". 12

        Laut Dr. Mary-Wynne Ashford, der Co-Präsidentin der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Organisation, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, stellen die Auswirkungen der NATO-Bombardements in Jugoslawien "auf die Nuklearwaffen-Politik eine äußerst ernst zu nehmende  Entwicklung dar".13

        Alexander Arbatow, der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Staatsduma für amerikanisch-russische Beziehungen beschreibt den Krieg in Jugoslawien als den akutesten und gefährlichsten Augenblick seit der VS-sowietischen Berlin- und Kuba-Krise."14 Laut Arbatw:

        "START II ist tot, die Kooperation mit der NATO eingefroren, die Kooperation bei der Raketenabwehr steht außer Frage, und Moskaus Bereitschaft zur Kooperation in Fragen zur Nichtweiterverbreitung ist auf einem Tiefststand. Außerdem ist die anti-amerikanische Stimmung in Rußland Realität und tiefer und weiter verbreitet als je zuvor, und die Parole, welche das Vorgehen der NATO beschreibt und "tief in den Köpfen der Russen verankert ist", lautet – "heute Serbien, morgen Rußland"... 15 Außerdem warnt Mary-Wynne Ashford davor, daß, während Rußland sich auf eine Integration mit Europa zubewegt hat, [die Russen] heute:

        "...den Westen als ihre vorrangige Bedrohung wahrnehmen. Beamte des (russischen) Außenministeriums (Waffenkontrolle und Abrüstung) haben uns gesagt, daß Rußland keine andere Wahl hat, als sich bei seiner Verteidigung auf Nuklearwaffen zu verlassen, da seine konventionellen Kräfte unzureichend sind... Selbst wenn die Bombardements jetzt aufhören, setzen uns die Veränderungen von Rußlands Haltung gegenüber dem Westen, sein erneuertes Vertrauen auf Nuklearwaffen mit Tausenden in höchster Alarmbereitschaft und sein Verlust an Vertrauen in die das internationale Recht der Gefahr der Katastrophe aus... Diese Krise macht die Entschärfung von Nuklearwaffen notwendiger als je zuvor. Jenen, die behaupten, daß es sich bei der Bedrohung durch Rußland um reine Rhetorik handelt, antworte ich, daß es Rhetorik ist, mit der Kriege beginnen".16


        Der Medien-Krieg: "Die schweigende Mehrheit zum Schweigen bringen"

        Dieser Krieg ist auch "ein Krieg gegen die Wahrheit". Mit der Entwicklung von Protestbewegungen in der ganzen Welt, hat die NATO ihren Zugriff auf die Medien untermauert. In einer stilisierten Medien-Maskerade ("Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt") wird das Bündnis unaufhörlich als "die Retter der albanisch-stämmigen Kosovaren" dargestellt. Es wurde eine ausgewachsene "Vertuschungsaktion" auf den Weg gebracht, um die öffentliche Debatte über den Krieg zu vereiteln. Die versteckte Agenda besteht darin die "schweigende Mehrheit zum Schweigen zu bringen". Das Beachten der Forderungen der NATO durch die Medien hat die öffentliche Meinung eklatant irregeleitet. Beiläufig auf den Fernsehbildschirmen gezeigte tote Zivilisten werden als unvermeidlicher "Kollateralschaden" gerechtfertigt. Laut Pentagon "gibt es kein sauberes Gefecht".17

        Währenddessen sind kriegsfeindliche Kommentatoren (einschließlich ehemalige Botschafter und OSZE-Beamte) sorgfältig aus außenpolitischen Programmen entfernt worden, Fernsehinhalte werden überprüft, die aus Belgrad weitergeleiteten Bilder von toten Zivilisten und der Zerstörung werden selten und selektiv ausgestrahlt und Journalisten stehen unter strenger Beobachtung. Während die Medien nicht zögern die NATO für begangene "Irrtümer" und "tragische Fehler" zu kritisieren, wird die Legitimität der Militäroperation und ihr "humanitäres Mandat" nicht hinterfragt:

        "Die öffentliche Meinung ist mit einer Fangfrage konfrontiert, die nur eine Antwort erlaubt. In dem gegenwärtigen Krieg lautet diese Frage: "Müssen ethnische Säuberungen nicht beendet werden?" Diese Vereinfachung erlaubt es den Medien Jugoslawien anstatt die NATO als den Aggressor darzustellen. Die Allianz wird, unter einer kompletten Verdrehung der Tatsachen, als Führer eines Verteidigungskriegs zugunsten der Kosovo-Albaner dargestellt..." während tatsächlich ethnische Albaner die hauptsächlichen Opfer der "humanitären Bombardements" durch die NATO sind." 18

        Laut der Propagandamaschine der NATO "fliehen ethnische Albaner nicht vor den Bomben" und der Bodenkrieg zwischen der UÇK und der jugoslawischen Armee. Laut Diana Johnston macht sie das "nahezu einzigartig [weil] durch die gesamte Geschichte hindurch Zivilisten aus Kriegsgebieten geflohen sind... Nein, wie wir von NATO-Sprechern und -Verteidigern wiederholt gehört haben, fliehen die Kosovo-Albaner nur vor einem, den von den Serben begangenen ethnischen Säuberungen." 19

        Die NATO erzählt uns, daß sich die Flüchtlingskrise auf den Kosovo beschränkt. Obwohl (von den westlichen Medien vorenthaltene) Beweise bestätigen, daß Menschen in ganz Serbien aus Großstädten fliehen:

        Glaubhafte Schätzungen geben die Anzahl der Flüchtlinge, die Belgrad verlassen haben, um der Bombardierung zu entkommen mit 400.000 an. Die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder sowie Kosovo-Albaner. Mindestens 500.000 sind aus anderen serbischen Städten geflohen, insbesondere aus Novi SAd und Nish, wo die Bombardements der NATO Luftverschmutzung und den Zusammenbruch der Wasserversorgung verursacht verursacht und rein zivile Ziele, wie Marktplätze, angegriffen haben. Insgesamt haben die Bombenangriffe der NATO, laut der italienischen Tageszeitung "Il Manifesto", zu mindestens einer Million Flüchtlingen in Serbien geführt. Predrag Simic, der außenpolitische Berater des serbischen Oppositionsführers Vuk Draskovic, sagte auf einer Konferenz in Paris (Ende Mai), daß das Kosovo von der NATO so gründlich verwüstet worden ist, daß niemand, weder Albaner noch Serben, in der Lage wäre dorthin zurückzukehren und dort zu leben.20


        Wer ist für Kriegsverbrechen verantwortlich?

        Öffentliche Mißbilligung der NATO-Bombardements wird umgehend als "serbische Propaganda" zurückgewiesen. Wer sich gegen die NATO ausspricht wird als "Fürsprecher Milosevics" gebrandmarkt. Während die meisten Kriegsgegner in NATO-Staaten das Milosevic-Regime nicht verteidigen, wird von ihnen nichtsdestotrotz die "Abwägung" ihrer Argumente erwartet. "Die Betrachtung beider Seiten, lautet die Regel: Kriegsfeindliche Kommentatoren werden eingeladen, um den von der NATO geschaffenen Medienkonsens zu wiederholen, um sich dem Propagandazug gegen Milosevic unmißverständlich anzuschließen. Unter diesen Umständen hat sich ein objektives Verständnis und die Analyse der Rolle von Milosevics Regierung seit dem Bürgerkrieg in Bosnien und im Kontext der gegenwärtigen Krise im Kosovo als buchstäblich unmöglich erwiesen.

        Mediale Doppelstandards? Während Präsident Milosevic und vier seiner Regierungsmitglieder (Ende Mai) vom Internationalen Strafgerichtshof  in Den Haag für die Organisation eine Politik der "ethnischen Säuberungen" im Kosovo angeklagt worden sind, ließen die Medien unerwähnt, daß parallel dazu am Haager Tribunal Klagen gegen NATO-Führern wegen "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" vorgeworfen haben. 21

        Erwähnenswert ist auch, daß die Regierung des Vereinigten Königreichs (dessen Premierminister, Toni Blair, sich unter der Liste der Angeklagten einer der parallel geführten Klagen befindet) das Haager Tribunal, seit Beginn der Bombardierungen,  mit "Geheimdienstinformationen über die Situation im Kosovo" versorgt hat.22 Teile dieses Geheimdienstmaterials sind von der UÇK weitergeleitet worden, mit der der britische Außenminister, Robon Cook, ebenso in regelmäßigem Kontakt stand wie die britische Spezialeinheit (SAS) direkt mit der UÇK kollaboriert hat.


        Prozeß gegen NATO-Führer

        Im Mai hat eine Gruppe von 15 kanadischen Juristen und Rechtsprofessoren gemeinsam mit der Amerikanischen Juristenvereinigung (mit Mitgliedern aus mehr als 20 Ländern) eine Klage gegen NATO-Führer am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag erhoben. 23 Die Anklagepunkte sind die "offene Verletzung" der UN-Charta, des NATO-Vertrages, der Genfer Konvention und der anerkannten Rechtsprinzipien des Nürnberger Tribunals. letztere machen: "die Planung, Vorbereitung, Einleitung und Durchführung eines Angriffskrieges unter Verletzung internationaler Verträge, Vereinbarungen oder Versicherungen" zu einem Verbrechen. 24

        Die Liste der von NATO-Führern vermutlich begangenen Verbrechen beinhaltet:

        "vorsätzliche Tötung, vorsätzliche Verursachung großer Leiden oder schwere Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit oder der Gesundheit, Zerstörung und Aneignung von Eigentum in großem Ausmaß, die durch militärische Erfordernisse nicht gerechtfertigt sind und rechtswidrig und willkürlich vorgenommen werden;... den Einsatz von Giftwaffen [hinsichtlich des radioaktiven Fallout] oder von unnötiges Leid verursachenden Waffen, die mutwillige Zerstörung von Städten, Ortschaften oder Dörfern oder deren nicht durch militärische Erfordernisse gerechtfertigte Verwüstung..." 25

        Unter den Bestimmungen des Internationalen Gerichtshofs ist, "wer ein Verbrechen geplant, angestiftet, angeordnet, begangen oder anderweitig bei dessen Planung, Vorbereitung oder Ausübung eines Verbrechens behilflich oder förderlich war, für das Verbrechen verantwortlich" und "die offizielle Position jedes Beschuldigten, ob Staats- oder Regierungschef oder als verantwortlicher Regierungsbeamter, darf diese Person nicht von der strafrechtlichen Verantwortlichkeit oder entbinden oder strafmildernd wirken". 26

        Die Hochkommissarin für Menschenrechte der UNO (und frühere Präsidentin Irlands), Mary Robinson, hat am 30. April in Genf bestätigt, daß sich das Mandat des Anklägers am Internationalen Strafgerichtshof nicht nur auf die Anklage serbischer Streitkräfte beschränkt, sondern auch gegen die Befreiungsarmee des Kosovo UÇK und die NATO ermittelt werden könnte, "wenn es den Anschein macht, daß die Internationalen Menschenrechte ernsthaft verletzt worden sind".

        Laut Walter J. Rockler, dem ehemaligen Ankläger beim den Nürnberger Prozessen,

        "Verletzt und zerfetzt der Bombenkrieg auch die Grundlagen der UN-Charta und anderer Konventionen und Verträge. Der Angriff auf Jugoslawien stellt die unverschämteste internationale Aggression, seit dem Angriff der Nazis auf Polen zur Verhinderung von an Deutschen begangenen "polnischen Grausamkeiten", dar. Die Vereinigten Staaten haben ausrangierte Ansprüche auf internationale Legalität und Anständigkeit und laufen, ergriffen von einem Kurs des reinen Imperialismus, Amok.27


        Wacklige Beweise für eine "Humanitäre Katastrophe" vor der Bombardierung

        Beim "Aufdecken" der wahren Motive der NATO für den Beginn des Krieges haben die internationalen Medien nicht erwähnt, daß ein offizieller Geheimdienstbericht des deutschen Außenministeriums (der für die Zulassungsbestimmungen politischer Flüchtlinge aus dem Kosovo verwendet worden ist) bestätigt hat, daß es in dem Monat unmittelbar vor den Bombardierungen keinerlei Beweise für "ethnische Säuberungen" im Kosovo gegeben hat. Wer lügt hier? Der damalige deutsche Außenminister, Joschka Fischer, hat die Intervention der NATO mit einer "humanitären Katastrophe" gerechtfertigt, obwohl die internen Dokumente seines Ministeriums das genaue Gegenteil dessen besagten:

        Eine explizit an die albanische Volkszugehörigkeit anknüpfende politische Verfolgung ist auch im Kosovo nicht festzustellen. Der Osten des Kosovo ist von den bewaffneten Konflikten bislang nicht erfaßt, das öffentliche Leben in Städten wie Pristina, Urosevac, Gnjilan usw. verlief im gesamten Konfliktzeitraum in relativ normalen Bahnen.« Das »Vorgehen der Sicherheitskräfte (war) nicht gegen Kosovo-Albaner als ethnisch definierte Gruppe gerichtet, sondern gegen den militärischen Gegner und dessen tatsächliche oder vermutete Unterstützer.”… “29
        (Auskunft des Auswärtigen Amtes vom 12. Januar 1999 an das Verwaltungsgericht Trier, Az: 514-516.80/32 426 / Anm. d. Übers.)

        "...im Anschluß an die Ende 1998 mit der serbischen Führung getroffene Übereinkunft (Lagebericht Serbien des Auswärtigen Amtes vom 18. 11. 1998) abgewendet werden konnte und daß sich seitdem sowohl die Sicherheitslage wie auch die Lebensbedingungen der albanisch-stämmigen Bevölkerung spürbar gebessert haben … Namentlich in den größeren Städten verläuft das öffentliche Leben zwischenzeitlich wieder in relativ normalen Bahnen
        (Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 4. Februar 1999, Az: A 14 S 22276/98 / Anm. d. Übers.)

        Die obigen Bewertungen stimmen weitgehend mit verschiedenen unabhängigen Einschätzungen der humanitären Situation im Kosovo vor Beginn der Bombenangriffe überein. Dr.Roland Keith, ehemaliger Außenstellendirektor der OSCE Kosovo Verification Mission (KVM), der das Kosovo am 20. März verlassen hat berichtet, daß die meiste Gewalt im Kosovo von der Befreiungsarmee des Kosovo, UÇK, angestiftet worden ist:

        "Seit meiner Ankunft entfaltete sich der Krieg zu einem mittelschweren Konflikt mit Hinterhalten, dem Überschreiten kritischer Linien in der Kommunikation und die Entführungen von Sicherheitskräften durch die UÇK, die einen erheblichen Anstieg von Opfern der Regierung zur Folge hatten, was im Gegenzug zu jugoslawischen Vergeltungs-Operationen geführt hat... Seit Anfang März haben diese Terror- und Antiterror-Operationen bei zahlreichen Stadtbewohnern, auf der Suche nach Zuflucht, zu ihrer Flucht und Verteilung in andere Dörfer oder Städte oder in die Berge geführt... Das Problem bestand klar in den Provokationen der UÇK, die ich selbst bei Hinterhalten auf Sicherheitspatrouillen, welche Todes- und andere Opfer forderten, erlebt habe, waren klare Verletzungen des letzten Oktober-Abkommens [und der Resolution 1199 des UN-Sicherheitsrats]. Die Sicherheitskräfte antworteten und die hierauf folgenden Sicherheitsmaßnahmen und Gegen-Operationen führten zu einem intensivierten Aufstandskrieg, aber ich habe, wie ich an anderer Stelle schon erklärt habe, weder Beweise noch Kenntnis von irgendwelchen Hinweisen auf so genannte "ethnische Säuberungen", und während ich mit der KVM im Kosovo gewesen bin, hat sich dort bestimmt kein Völkermord ereignet. Durchgesickert ist bisher, daß nach der Evakuierung der OSZE-Beobachter am 20. März eine vorletzte Mahnung an Jugoslawien zur Einhaltung der Verträge von Rambouillet und der darauf folgenden Verträge von Paris sowie der Beginn der NATO-Bombardierung am 24. März offensichtlich zu Menschenrechtsverletzungen und einer bedeutenden menschlichen Katastrophe geführt haben, wegen der etwa 600.000 Kosovo-Albaner geflohen oder der Provinz verwiesen worden sind. Dies ist jedoch vor dem 20. März nicht geschehen, weshalb ich diese menschliche Katastrophe direkt oder indirekt dem NATO-Bombardement und der darauf folgender Anti-Terror-Kampagne zuschreiben würde."30


        Chronologie der NATO-Planung

        Sorgsam vor der Öffentlichkeit versteckt wurden seit fast einem Jahr vor dem Beginn der "humanitären Bomardements" der NATO am 24. März 1999 sowohl für "die Luftangriffe" als auch für den "Bodenkrieg" Vorbereitungen getroffen.

        Als Antwort auf ihre breitgestecken strategischen und ökonomischen Ziele bestand die dringlichste Aufgabe der Allianz in der Sicherstellung der Stationierung von bewaffneten Kampfeinheiten in Mazedonien, an der unmittelbaren Grenze zum Kosovo. Der VS-Verteidigungsminister, William Cohen, war Ende 1997 zu Gesprächen mit der mazedonischen Regierung und dem Militär nach Skopje gereist. Diesen hochrangigen Gesprächen folgte ein paar Monate später der Besuch von Verteidigungsminister L. Kitanoski in Washington, zu Treffen im Pentagon. Auf der Agenda: Die Errichtung eines NATO-Stützpunkts in Mazedonien.31

        Man verlor keine Zeit: Am 6. Mai1998 traf sich der NATO-Rat zu einer "Prüfung der Fortschritte des Bündnisses" in der Region, und für den September wurde ein großes Manöver mit dem Namen "Cooperative Best Effort" beschlossen. Nichtsdestotrotz "versicherte die die NATO der internationalen Gemeinschaft, daß das Manöver keine Übung sei, sondern "Befehlshaber der NATO in die Lage versetze verschiedene Optionen zu studieren. Entscheidungen über die Ausführung dieser Optionen ist künftigen Entscheidungen vorbehalten".32

        Die wesentliche Konsequenz aus dem Terror der UÇK, der Verfall der Sicherheitssituation im Kosovo, versorgte die NATO mit einem Vorwand zum Aufbau ihrer Bodentruppen in Mazedonien (die weitgehend aus britischen und französischen Soldaten bestanden). Laut NATO war es hierfür notwendig "eine kompliziertere und ambitioniertere (Militär) Übung (in Mazedonien)  ins Auge zu fassen, um ein klares politisches Signal von der NATO-Beteiligung an Belgrad zu richten.33


        Die Rolle der Befreiungsarmee des Kosovo

        Parallel zur Vorbereitung ihrer Militäroperationen in Albanien und Mazedonien hatte die NATO direkte Verbindungen zur Befreiungsarmee des Kosovo (UÇK) aufgebaut. Eine Anweisung des VS-Verteidigungsministeriums bestätigt diesbezügliche "Erstkontakte" zwischen UÇK und NATO aus dem Sommer 1998:

        "...bei den Menschen [der NATO] ist die Einsicht gewachsen, daß wir [NATO] die UÇK [Akronym für die KLA in Albanien] in diesen Prozeß involvieren müssen, weil sie immerhin das Potenzial zur Verweigerung jeglicher Verhandlungen mit den existierenden Parteien im Kosovo gezeigt haben. Also müssen sie irgendwie mit eingebunden werden, und daher haben wir dort einige Erstkontakte zu einer Gruppe, mit hoffentlich den richtigen Leuten, geknüpft, um zu versuchen sie in diesen Verhandlungsprozeß zu bringen."34

        Während diese "initialen Kontakte" offiziell nur im Jahr 1998 offiziell von der NATO bestätigt worden sind, hat die KLA (laut verschiedenen Berichten) seit Mitte der 90er Jahre "verdeckte Unterstützung" und Ausbildung von der CIA und dem deutschen Bundesnachrichtendienst erhalten.35

        Der simultane Aufbau von KLA-Kräften war Teil der NATO-Planung. Mitte 1998 ist die "verdeckte Unterstützung", unter Verletzung der Resulution des Sicherheitsrats der VN, UNSC 1160 vom März 1998, die von "sämtlichen Terrorakten durch die Befreiungsarmee oder jeder anderen Gruppe oder Individuen und jeder Unterstützung terroristischer Aktivitäten im Kosovo, einschließlich der Finanzierung, Bewaffnung und Ausbildung" spricht, schrittweise durch die offizielle ("offene") Unterstützung durch die Militärallianz ersetzt worden – trotz der Verbindungen der KLA zum Organisierten Verbrechen.

        Am 24 September 1998 wurde eine weitere Schlüssel-Resolution des VN-Sicherheitsrates (UNSCR 1199) verabschiedet,  welche die Verantwortlichen in Belgrad und die Führer der kosovo-albanischen Gemeinde "aufforderte einem sinnvollen Dialog über Fragen zum politischen Status beizutreten". Außerdem verlangte sie von Belgrad den Abzug seiner Truppen aus dem Kosovo.

        Nach einer erneuten Welle des KLA-Terrors boten die Vorwürfe wegen des harten "Durchgreifens der Behörden gegenüber ethnischen Albanern"  den NATO-Verteidigungsministern die Gelegenheit für ein Treffen im portugiesischen Vilmoura (am 24. September, demselben Tag der Verabschiedung der Resolution 1199) mit der "Rechtfertigung" für die "Warnungs-Aktivierung", einer Kampagne für Luftangriffe auf serbische Stellungen. In der Erklärung von Vilmoura ist Belgrad aufgefordert worden "sofortige Schritte zur Erleichterung der humanitären Situation zu unternehmen..., repressive Handlungen gegen die albanische Bevölkerung zu unterlassen und eine politische Verhandlungslösung mit der albanischen Mehrheit zu suchen.36

        Dieser so genannten "Warnungs-Aktivierung" folgte Mitte Oktober ein "Aktivierungsbefehl" durch den Oberbefehlshaber der NATO für Europa, Wesley Clark, für den Einsatz "begrenzter Luftangriffe" und "schrittweiser Luftschlägen" ... sollten Jugoslawiens Verantwortliche sich der Resolution UNSCR 1199 verweigern.37

        Unter der drohenden Gefahr von Luftangriffen hat Belgrad seine Truppen (gemäß dem Beschluß der Resolution UNSCR 1199) teilweise abgezogen und hiermit für die KLA umgehend Voraussetzungen für die Besetzung der Stellungen der abziehenden serbischen Streitkräfte geschaffen. Im Gegenzug wurde die Stärkung der KLA von erneuten terroristischen Aktivitäten und einer folgenden "Verschlechterung der Sicherheitssituation" begleitet. Das versteckte Ziel der NATO bestand hierbei in der Verwendung des Aufstands der KLA für das künftige Provozieren ethnischer Spannungen und das Erzeugen sozialer Unruhen im Kosovo.

        Inzwischen hatte der Gesandte der Vereinigten Staaten, Richard Holbrooke das Gespräch mit Präsident Milosevic gesucht. Unter der drohenden Gefahr von Luftangriffen wurden in Pristina Verhandlungen über den politischen Status des Kosovo zwischen einer von Präsident Milan Milutinovic angeführten serbischen Delegation und Ibrahim Rugova, dem Präsidenten der die Albaner repräsentierenden Demokratischen Liga (DLK) eingeleitet. Während Mr. Christopher Hill, der amerikanische Gesandte, als Beobachter zu diesen Treffen eingeladen war, hatte Milutinovic darauf bestanden, daß es sich bei den Verhandlungen (denen die Resolution UNSCR 1199 vorangegangen war) um eine innere Angelegenheit handle.

        Der Vereinbarung zwischen dem VS-Gesandten Richard Holbrooke und Präsident Slobodan Milosevic folgend, hatte Jugoslawien die Verhandlungen über "Rahmenbedingungen einer politischen Lösung" bis zum 2. November 1998 abzuschließen. Außerdem wurde unter der Schirmherrschaft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eine Kontroll-Mission zur Sicherstellung der Einhaltung der Resolutionen UNSCR 1160 und UNSCR 1199 eingesetzt. Parallel dazu wurde, einer am 15. Oktober 1998 in Belgrad zwischen dem jugoslawischen Generalstabschef und dem Oberbefehlshaber der NATO, Wesley Clark, geschlossenen Vereinbarung folgend, Luftkontrollmission eingesetzt (welche die Kontroll-Mission der OSCE ergänzte).

        Die Bedingungen beider Vereinbarungen, sowohl der der OSZE als auch der NATO, wurden im Anschluß in der Resolution UNSCR 1260 vom 24. Oktober 1998 konkretisiert. Während Belgrad eine "96-stündige Frist zu ihrer Einhaltung" gegeben wurde, entschloß sich die NATO die Entscheidung über den Einsatz von Luftangriffen auf die kommenden Gespräche zwischen Präsident Solobodan Milosevic und General Wesley Clark in Belgrad (25.-26. Oktober) zu verschieben. Gemäß der Erklärung des Bündnisses: "Die NATO wird auf den Einsatz von Luftangriffen vorbereitet bleiben, sollten sie notwendig werden.38 Währenddessen startete die NATO die Operation Eagle Eye, wobei unbewaffnete Flugzeuge und unbemannte Kampfdrohnen (UAFs) zum Einsatz kamen. Die Überwachungsaktivitäten von Eagle Eye wurden mit der, von der OSZE und der Diplomatische Beobachtermission für das Kosovo (KDOM) durchgeführten, "Bodenüberwachungs-Mission" koordiniert.


        Ein ehemaliger "Iran-Contra"-Beamter leitet die OSZE-Kontroll-Mission

        In der Zwischenzeit wurde ein Karrierediplomat der VS, Botschafter William G. Walker, zum Chef der Beobachtermission der OSZE (KVM) benannt. Ein maßgeschneiderter Auftrag: Walker war für seine Rolle im "Iran-Contra-Skandal" während der Reagan-Administration wohlbekannt. Die Aufstandsbewegung der KLA war in vieler Hinsicht eine "Kopie" der nicaraguanischen Contras, die ebenfalls aus Drogengeldern, mit verdeckter Unterstützung des CIA finanziert worden sind.

        Wie aus umfassend dokumentierten Gerichtsakten hervorgeht, spielte William G. Walker – in Verbindung mit Oliver North – eine Schlüsselrolle bei der verdeckten Finanzierung der nicaraguanischen Contras, während seines Dienstes als stellvertretender Außenminister für inneramerikanische Angelegenheiten in der Reagan-Administration. In diesem Rang wurde er zum Sonder-Assistenten des stellvertretenden Außenministers Elliot Abrams, einer Figur deren Name bald seinen Weg in die täglichen Schlagzeilen finden sollte, in Verbindung mit ... der "Iran-Contra-Affäre".39

        William G. Walker war an dem so genannte Nicaraguan Humanitarian Assistance Office (“NHAO”) im Außenministerium beteiligt, das der verdeckten Finanzierung der den Contras bereitgestellten Militärhilfe diente. Ziel war, die dem Department of Defense Appropriation Act von 1983 als Anhang beigefügten so genannten "Boland Amendments"* zu umgehen, "die der [VS] Regierung Geldspenden zum Zweck des Sturzes der Regierung Nicaraguas verboten haben".40 Wie Dokumente des VS-Berufungsgerichts (District of Columbia) bestätigen, "hat Walker an verschiedenen Treffen der Restricted Interagency Group for Central America (etwa: begrenzt ressortübergreifende Gruppe für Zentral-Amerika / Anm. d. Übers.) teilgenommen, in der Oliver North Mitglied gewesen ist.41

        Walker ist niemals wegen krimineller Handlungen in der Iran-Contra-Affäre angezeigt worden. Um seine Zusammenarbeit mit Oliver North abzuschließen, wurde er zum VS-Botschafter nach El Salvador berufen. Seine Amtszeit in El Salvador deckt sich mit dem Erscheinen der Todesschwadronen und einer Periode, in der sich das Land buchstäblich "im dem Griff von VS-gesponsertem Staatsterror befand".42

        Im Kosovo hat William G. Walker seine in Zentral-Amerika erworbenen Fähigkeiten angewandt. Als Kopf der Beobachtungs-Mission (KVM) unterhielt Walker enge Verbindungen zur militärischen Führung der KLA auf dem Schlachtfeld.43 Vom Beginn seiner Mission an benutzte er seine Position zur Verfolgung der Interessen der Allianz.

        "Das Massaker von Račak"

        Das so genannte "Massaker von Račak" ereignete sich kurz dem Beginn der "Friedensinitiative" von Rambouillet. Obwohl es sich als unwahr herausgestellt hat, hat das Massaker von Račak eine Schlüsselrolle bei der Schaffung der Voraussetzungen für die Luftangriffe der NATO gespielt. William Walker erklärte (in seinem Amt als Kopf der KVM), daß die jugoslawische Polizei am 15. Januar ein Massaker an Zivilisten verübt hatte. Die jugoslawischen Behörden berichteten, daß die örtliche Polizei in diesem Ort eine Operation gegen die Befreiungsarmee des Kosovo ausgeführt hatte und zahlreiche KLA-Soldaten im Kreuzfeuer gestorben waren. Wie später von einigen französischen Zeitungen (Le Monde, Le Figaro und Liberation) berichtet wurde, hat sich bestätigt, daß es sich bei dem Massaker von Račak tatsächlich um eine Täuschung gehandelt hat, die zusammengeschustert worden war um Belgrad zu diskreditieren:

        "Schließlich schloß sich sogar die Los Angeles Times an und brachte einen Artikel mit dem Titel "Fragen zum Massaker von Račak: Waren die Gräueltaten gefälscht?" Die Theorie hinter all diesen Enthüllungen war, daß die KLA ihre eigenen Toten nach der Schlacht eingesammelt, ihnen Zivilkleidung angezogen und dann die Beobachter gerufen hat.44

        Der Prozeß von Rambouillet

        Am 22. Januar riefen leitende Beamte der so genannten "Kontakt-Gruppe" aus sechs Ländern (einschließlich den VS, Rußland, Britannien, Frankreich, Deutschland und Italien) bei einem Treffen in London zu einer Friedenskonferenz auf, welche die jugoslawische Regierung und "Vertreter der ethnischen Albaner" an einen Tisch bringen sollte. Wiederum warnte die Nato, daß sie "bereit sei zu handeln", wenn der von der Kontakt-Gruppe verabschiedete Friedensplan zurückgewiesen werden sollte. VN-Generalsekritär Kofi Anan stimmte während eines Besuchs des NATO-Hauptquartiers in Brüssel darin überein, daß die Gewaltandrohung "wesentlich" sei, um beide Seiten zu einer Schlichtung zu bewegen.45

        In der Zwischenzeit hat die Allianz, während sie den Aufstand der KLA am Boden unterstützte, auch dazu beigetragen, daß der führende Kopf der KLA, Hashim Thaci (ein 29-jähriger "Freiheitskämpfer") den Vorsitz der Delegation des Kosovo in Rambouillet zugunsten der albanischen Mehrheit erhielt. Die von Ibrahim Rugova angeführte Demokratische Liga ist vorsätzlich außer Acht gelassen worden. Das Bündnis hat sich auf seine Marionetten von der KLA verlassen (die Verbindungen zum Organisierten Verbrechen besaßen), um eine Vereinbarung zu unterzeichnen, welche das Kosovo zu einem besetzten Gebiet unter der militärischen Herrschaft der NATO machen würde.

        Während die Verhandlungen in Rambouillet sich sich fortsetzten, entschied die NATO die Bereitschaft der ihr zugewiesenen Streitkräfte zu erhöhen, um sie zu befähigen die Operation innerhalb von 48 Stunden auszuführen.46
        Mit anderen Worten wurden die "Friedensverhandlungen" in Rambouillet (im Gegensatz zum Wiener Konvention) unter der Gefahr drohender Luftangriffe begonnen. Die NATO hat den Parteien in Rambouillet eine dreiwöchige Frist zum Abschluß der Verhandlungen gewährt.

        Am 19. Februar, einen Tag vor Ablauf der Frist, bekräftigte NATO-Generalsekretär, Javier Solana, daß "die NATO bereit sei alle zur Verhinderung einer humanitären Katastrophe notwendigen Mittel anzuwenden, falls bis zu der von der Kontakt-Gruppe gesetzten Frist keine Einigung erzielt worden sei".47 Und am 22. März ermächtigte der Nordatlantikrat der NATO "den Generalsekretär, falls nötig, über eine, in künftigen Konsultationen zu beschließende, Ausweitung der Luftoperationen zu entscheiden.48 Und am 23. März 1999 wies der Generalsekretär der Nato den Oberbefehlshaber, Wesley Clark, Luftangriffe in der Bundesrepublik Jugoslawien einzuleiten. Die Luftoperationen begannen am 24. März 1999 unter dem Decknamen "Operation Allied Force".49


        Die Entsendung von Bodentruppen unter dem G-8 "Friedensplan"

        Seit dem brutalen Angriff durch die Luftoperation am 24. März hat die Allianz die Aufstellung ihrer Bodenkampftruppen an der mazedonischen Grenze in Erwartung einer drohenden militärischen Invasion fortgesetzt. Ursprünglich hatte die NATO eine Kosovo-Besatzungsmacht von 50.000 Soldaten vorgesehen, die, mit einem größeren Anteil der VS als zu Beginn in Rambouillet vorgesehen, auf 60.000 hätte erweitert werden können.

        Mit anderen Worten war das geplante Besatzungsheer mehr als doppelt so groß wie in Rambouillet (mit 28.000) vereinbart, während auch all die normativen Klauseln des ursprünglichen Vertrags von Ramouillet, einschließlich der "Bewegungsfreiheit" aller NATO-Kampfeinheiten in ganz Jugoslawien in Kraft gesetzt worden sind.

        In der Zwischenzeit forcierte der Militäreinsatz der NATO das Tempo der internationalen Diplomatie. Im Mai ließ das Bündnis durchsickern, daß eine durch die G-8 genehmigte und vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ratifizierte Bodenoffensive noch vor Erreichen einer "Friedensvereinbarung" beginnen könnte.

        Zusätzlich zu den 16.000 bereits (vor dem Beginn der Bombardierungen) stationierten Bodentruppen in Mazedonien (die fast zur Hälfte aus Briten bestand), hielten sich auch etwa 7000 NATO-Soldaten und "Spezialkräfte" in Albanien auf, ganz zu schweigen von den NATO-Truppen in Bosnien-Herzegovina unter der Operation Joint Endeavour.

        "Wir haben bereits eine Menge Soldaten in Mazedonien als Kern dieser Operation stationiert", sagte der britische Außenminister, Robin Cook. "Dort befinden sich bereits über 12.000... und am vergangenen Wochenende [14.-15. Mai] haben wir weitere zweieinhalb Tausend dorthin verpflichtet. Wir müssen uns aufstellen – tatsächlich müssen wir uns jetzt aufstellen..."50

        Ende Mai wurde das Ziel von 60.000 Truppen auf 150.000 revidiert. NATO-Offizielle schätzten, daß, "wenn die Allianz sich später zu einem Bodenangriff entscheidet... die Größe einer Invasionsstreitmacht mehr als 150.000 Soldaten betragen könnte".51 Premierminister Tony Blair hat in einer separaten Erklärung die Entsendung von 50.000 britischen Soldaten als Teil der 150.000 Mann starken Invasionsmacht bestätigt.

        Anfang Juni wurde eine von der NATO angeführte Invasion unter einer fingierten G8-Friedensinitiative auf den Weg gebracht. Während letztere dazu diente die Öffentlichkeit zu beschwichtigen und abzulenken, versorgte sie die Allianz mit dem nützlichen Anschein der Legitimität unter dem Deckmantel der UN-Charta. Auch sollte sie dazu dienen das angebliche Zögern gewählter Politiker, einschließlich das des deutschen Kanzlers, Gerhard Schröder, und des italienischen Premierministers, Massimo D’Alema, zu brechen. Die VS-Administration bedurfte ebenfalls des "Freibriefs" vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wie auch der Zustimmung des republikanisch dominierten Kongresses:

        "Die Demokraten in Kongreß und Senat sahen an diesem Punkt übereinstimmend kaum Unterstützung für den Einsatz von Bodentruppen... selbst wenn Clinton und andere NATO.Führer sich über einen solch dramatischen Strategiewechsel einigen sollten. Bisher hat Clinton erklärt gegen Bodentruppen zu sein."52

        Das Repräsentantenhaus der VS (in dem eine Stimmung "gegen Clinton" zu herrschen schien) hat selbst die Zustimmung zu einer Luftoperation abgelehnt, während es seine Weigerung zur Genehmigung eines "Bodenkrieges" ohne Zustimmung des Kongresses angedeutet hat. Anfang April schüttelten sich Republikaner und Demokraten im Haus die Hände und verwarfen mit überwältigenden 427:2 Stimmen eine beantragte "Kriegserklärung an Jugoslawien".

        Ende Mai erhoben siebzehn Kongreßmitglieder Klage gegen Präsident Clinton, die auf den eklatanten Bruch der VS-Verfassung hinwies:

        "daß der Antragsgegner, der Präsident der Vereinigten Staaten, ohne eine Kriegserklärung oder eine andere ausdrückliche Ermächtigung vom Kongreß der Vereinigten Staaten, wie es Art. I, Absatz 8, Satz 11 der Verfassung verlangt und trotz der Entscheidung des Kongresses gegen einen solchen, verfassungswidrig einen offensiven militärischen Angriff der Streitkräfte der Vereinigten Staaten gegen die Bundesrepublik Jugoslawien fortsetzt."53

        Die vor dem Bezirksgericht des District of Columbie erhobene Klage verwies auch auf die Verletzung der War Power Resolution von 1973, einer Verordnung aus der Vietnam Kriegs-Ära, nach der "der amtierende Präsident die Zustimmung des Kongresses für die "Einleitung von Feindseligkeiten" durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten für länger als 60 Tage" bedarf:

        Die Kläger forderten auch eine Erklärung darüber, daß am 26. März 1999, innerhalb von 48 Stunden nach Eröffnung der Kriegshandlungen durch Streitkräfte der Vereinigten Staaten in der Bundesrepublik Jugoslawien, ein Bericht gemäß Absatz 154(a)(1) der War Powers Resolution hätte vorgelegt werden müssen. Ferner verlangten die Kläger eine Erklärung, daß der Präsident den Kriegseinsatz von Streitkräften der VS gegen die Bundesrepublik Jugoslawien 60 Kalendertage nach dem 26. März 1999 beenden muß. Dies muß der Präsident tun, solange der Kongress nicht den Krieg erklärt oder ein andere ausdrückliche Ermächtigung erlässt oder die sechzig-Tagesfrist verlängert oder der Präsident bestimmt, daß dreißig Tage zum sicheren Abzug der Streitkräfte der VS aus den Kampfhandlungen notwendig sind.54


        Die NATO als “Bewahrer des Friedens

        Mit der Wiedergabe der Flut eigennütziger NATO-Propaganda, stimmen die Medien-Gauner nun in der geschickten Darstellung der Bodentruppen der Allianz als bona fide "Friedenserhalter" überein. Die Öffentlichkeit sollte sich nicht von der Bedeutung einer von der G8 und den Vereinten Nationen ausgehandelten diplomatischen Lösung täuschen lassen.

        Eine weitgehend aus NATO-Truppen, auf einen (vom serbischen Parlament Anfang Juni unterzeichneten) Vorschlag der G8 bestehenden "internationalen Präsenz" könnte symbolisch um die Teilnahme von "nicht zur NATO gehörenden Streitkräften", einschließlich Rußlands und der Ukraine, erweitert werden. Während Moskau Anfang Juni dem Abzug aller jugoslawischen Truppen bei gleichzeitiger Entwaffnung der KLA zugestimmt hat, hat der russische Gesandte, Viktor Chernomyrdin dennoch darauf beharrt, daß die Kommandostrukturen der vorgeschlagenen internationalen Streitmacht unter der Kontrolle und Jurisdiktion der Vereinten Nationen steht.

        Trotz seiner oberflächlichen Verurteilung der NATO-Bombardements, ist der russische Präsident, Boris Jelzin, eine Marionette des Westens. In einem früheren Artikel in der Washington Post hat Chernomyrdin davor gewarnt, daß eine Fortsetzung der Luftangriffe den Beziehungen zwischen den VS und Rußland schaden könnte: "Die Welt stand in diesem Jahrzehnt noch nie so nah wie derzeit am Rand des Atomkriegs..." und fügte hinzu, daß "Rußland sich vom Verhandlungsprozeß zurückziehen würde, wenn die NATO ihre am 24. März begonnenen Bombardements nicht bald beendet".55

        In der Zwischenzeit hat die Allianz allerdings eine einheitliche NATO-Kommandostruktur beibehalten (was für Moskau und Belgrad unannehmbar war). Die NATO hat die Bombardierungen auch als Druckmittel für Belgrads Akzeptanz der "fünf Bedingungen" der NATO (ohne vorherige Verhandlungen).

        Wenn der Antrag der G8 ratifiziert werden würde, würden zuerst VS-Marines von der 26. Marine Expetitionary Unit in der Adria ins Kosovo entsandt. die Marines wären Teil der so genannten "Enabling Force", die vor einer Truppe von 50.000 Soldaten eingesetzt werden.

        Ein "Friedensangebot" der G8 (das de facto der militärischen Besetzung des Kosovo gleichkommt) könnte auf dem G7-G8-Treffen Mitte Juni in Köln ratifiziert werden. Alle Regierungschefs und Staatsoberhäupter der G7 werden gemeinsam mit Präsident Boris Jelzin bei dem Treffen Köln anwesend sein, wodurch eine hochtrabende Darstellung einer (von der G8) einstimmig beschlossenen NATO-Invasion erhofft wird. Die NATO warnte nichtsdestotrotz Anfang Juni, für den Fall einer erfolglosen diplomatischen Initiative, vor dem Beginn einer Bodenoffensive mit 150.000 Soldaten...


        Die Entsendung von "Eliteeinheiten"

        Währenddessen hat ein unerklärter Bodenkrieg bereits begonnen: britische, französische und amerikanische Eliteeinheiten haben, laut Berichten, die KLA bei der Durchführung von Bodengefechten gegen reguläre Einheiten der jugoslawischen Armee beraten. Um diese Initiative zu unterstützen, wurde ein von den Republikanern unterstützter Entwurf für die direkte militärischen Hilfe der KLA im VS-Kongreß eingebracht.

        Diese "Eliteeinheiten beraten die Rebellen in ihren Hochburgen in Albanien, wo die KLA mit umfangreichen Rekrutierungs- und Ausbildungmaßnahmen begonnen hat. Laut hochrangigen Vertretern der KLA benutzt der [britische] SAS* zwei Lager in Tirana, der albanischen Hauptstadt, und ein anderes an der Grenze zum Kosovo zur Ausbildung in der Durchführung von Sabotageoperationen in serbischen Stelllungen durch KLA-Offiziere.56 Einem Bericht der jugoslawischen Tageszeitung Vecernje Novosti nach, wurden im Mai drei Elitesoĺdaten in französischen Uniformen (der Fallschirmjäger) an der albanisch-jugoslawischen Grenze getötet. Laut der französischen Tageszeitung Liberation haben die drei Männer "die KLA vermutlich bei der Koordination von Kampfhandlungen am Boden instruiert"...57


        Eine gottlose "Ehe der Bequemlichkeit"

        Abgesehen von der Entsendung westlicher Eliteeinheiten haben (unter anderem durch den iranisch saudischen Finazier Osama Bin Laden finanzierte) Mudschaheddin-Söldner  und andere fundamentalistische Gruppen mit der KLA im Bodenkrieg kollaboriert.

        "Bereits Anfang Dezember des Jahres 1997 hatte der iranische Geheimdienst die ersten Handgranaten, Maschinengewehren, Sturmgewehren, Nachtsichtgeräten und Kommunikationsausrüstung geliefert... Außerdem stellten die Iraner albanischen Kommandeuren und der UÇK eine moderne militärische Ausbildung für (Spezial) Einheiten in Al-Quds und in Lagern der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC) in Aussicht...58.

        Die vermutlich für den Bombenanschläge auf die Afrikanische Botschaft Al-Qaida Bin Ladens "war eine der fundamentalistischen Gruppen, die Kampfeinheiten in das Kosovo entsandt hat, ... Bin Laden soll im Jahr eine Operation in Albanien ausgeführt haben... albanische Quellen berichten, daß Sali Berisha, der damalige Präsident, Verbindungen zu einigen Gruppen hatte, die sich später nachweislich als extreme Fundamentalisten zeigten.59


        Die NATO in enger Verbindung mit Bodenoperationen der KLA

        Laut der Jane Defence Weekly vom 10. Mai 1999 ist der neue Oberbefehlshaber der KLA der ehemaliche Brigadegeneral der kroatischen Streitkräfte, Agim Ceku (ein ethnischer Albaner), gegen den derzeit am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen seiner Rolle bei "standrechtlichen Hinrichtungen, dem willkürlichen Beschuß der Zivilbevölkerung und ethnischen Säuberungen während des Bosnien-Kriegs" ermittelt wird.60

        Die Antwort des NATO-Sprechers Jamie Shea auf Frage nach Anstellung eines Kriegsverbrechers als Stabchef der KLA während eines Pressetermins:

        "Ich habe, wie sie wissen, immer betont, daß die NATO keine direkten Kontakte zur KLA unterhält. Wen sie zu ihren Anführern ernennen liegt ganz an ihnen selbst. Ich gebe hierzu keinen weiteren Kommentar.61

        Sheas Behauptung, daß die NATI "keine direkten Kontakte zur KLA unterhält" ist eine Lüge. Sie steht in offenem Gegensatz zu anderen Verlautbarungen des Bündnisses: "Ich führe regelmäßige Gespräche mit Hashim Thaci, dem Anführer der Befreiungsarmee des Kosovo. Ich habe Ende letzter Woche mit ihm geredet", dagte der britische Außenminister, Robin Cook.62

        Bodenoperatioonen werden nun (von der KLA und Eliteeinheiten der NATO) sorgfältig mit den Luftangriffen koordiniert. Außerdem "arbeiten etwa 50 kanadische Soldaten mit der KLA im Kosovo" um für die Planung der nächsten Ziele bei der Berichterstattung über die Einschlagorte der Bomben zu helfen.63


        Pentagon-gesponserte Söldner im Kosovo

        Der KLA wurde auch "eine dauerhafte Ausbildung durch Military and Professional Resources, einem von ehemaligen amerikanischen Offizieren geführtes Söldnerunternehmen zuteil, das mit halb-offizieller Genehmigung des Pentagons operiert und eine Schlüsselrolle bei der Aufstellung der kroatischen Streitkräfte [während des Bosnien-Kriegs] gespielt hat.63 Und der Brigadegeneral Agim Ceku kollaboriert (trotz seiner Rolle bei "ethnischen Säuberungen" in Bosnien) eng mit dem MPIR, der Söldnerorganisation des Pentagon, zugunsten der KLA.


        Die Bildung einer "Nachkriegs-Regierung" durch die KLA

        Im Kosovo ist eine selbsterklärte provisorische Regierung der KLA eingesetzt worden. Mit ihrem Anführer, Hashim Thaci, als designierter Ministerpräsident wurde der KLA bereits eine zentrale Rolle bei der Bildung einer "Nachkriegs-Regierung" versprochen.

        Während eine "Freiheitsbewegung" mit Verbindungen zum Drogenhandel beworben wurde, beabsichtigte die NATO außerdem die zivile Demokratische Liga des Kosovo und ihren Anführer, Ibrahim Rugova, der schon früher die Beendigung der Bombardements gefordert hatte, zu umgehen. Rugova wurde von der KLA als Landesverräter gebrandmarkt. Laut dem albanischen Staatsfernsehen hat die KLA Rugova wegen des Vorwurfs "ein Agent des Regimes in Belgrad zu sein" zum Tode verurteilt.65

        Im April wurde Fehmi Agani, einer von Rugovas engsten Mitarbeitern in der Demokratischen Liga, ermordet. Der NATO-Sprecher Jamie Shea hat die Serben für die Ermordung Aganis verantwortlich gemacht. Die Zeitung Makedonija Danas aus Skopje zitiert glaubwürdige Quellen aus Albanien: "Agani wurde ermordet... auf Befehle aus Tirana, wo Thaci mit den Mitgliedern seiner illegalen Regierung beheimatet ist.66

        Laut einem Bericht des Foreign Policy Institute:

        "...hat die KLA [keine] Skrupel Rugovas Mitarbeiter zu ermorden, die ihnen das "Verbrechen" der Zusammenarbeit vorwirft. Neuliche erklärte die KLA Rugova zum Landesverräter, obwohl Rugovas kürzliches Treffen mit Milosevic unter Zwang stattgefunden haben kann – ein weiterer Schritt zur Ausschaltung jeglicher Konkurrenz bei der politischen Macht im Kosovo.67

        Das Militärregime der KLA hatte die (von ethnischen Albanern) rechtmäßig gewählte provisorische Zivilregierung von Präsident Ibrahim Rugova ersetzt. In einer im April herausgegebenen Stellungnahme hat die KLA die von der Demokratischen Liga organisierten und im März abgehaltenen parallelen "Parlamentswahlen" für ungültig erklärt.

        Die selbst-erklärte Administration im Kosovo bildet aus der KLA und der Demokratischen Unionsbewegung (LBD), einer Koalition aus fünf Oppositionsparteien, die Opposition zu Rugovas Demokratischer Liga (LDK). Außer der Position des Premierministers kontrolliert die KLA die Ministerien der Finanzen, der öffentlichen Ordnung und der Verteidigung. In den Worten des Sprechers des VS-Außenministeriums, James Foley:

        "Uns ist an der Entwicklung guter Beziehungen zu ihnen (der KLA) gelegen, wenn sie sich zu einer politisch orientierten Organisation wandeln"... "wir glauben, daß wir ihnen viel Rat und Hilfe zur Verfügunng stellen können, wenn sie genau zu dem von uns erwünschten politischem Akteur entwickeln würden."68

        Aus dem Erhalt einer zentralen Rolle bei der Bildung einer "Nachkriegs-Regierung" für die KLA, ergibt sich die Tendenz zum Aufbau eines "Mafia-Staates" mit Verbindungen zum Drogenhandel. Die Position des VS-Außenministeriums ist der KLA zwar ihren Fortbestand als Militärmacht nicht zu erlauben, jedoch einen Wandel auf dem Weg in ihre Aufgabe als eigenenständige Regierung in "anderen Zusammenhängen", was die Einführung einer "narkotisierten Demokratie" unter dem Schutz der NATO darstellt: Wenn wir helfen können und sie bei den Bemühungen um einen Wandel Hilfe von uns annehmen, ist daß nichts worüber man streiten kann.69


        Bei den jüngsten Entwicklungn hat sich die Allianz, durch die Mittlertätigkeit von Madeleine Albright, jedoch darum bemüht den Streit der verschiedenen Konfliktparteien von Thaci, Rugova und anderen ethnisch albanischen Führern wieder zusammenzuführen, "hauptsächlich mit Blick auf ihre eigene Position (der NATO) in der Region.70


        Die Auferlegung von Reformen für einen "Freien Markt"

        Wall Street Analysten stimmen darin überein, daß "Krieg gut für´s Geschäft ist, insbesondere während einer Phase der "Konjunkturabschwächung". Der Kongreß der VS hat steigenden Ausgaben zur Finanzierung des Kriegs in Jugoslawien zugestimmt, was zu milliardenschweren Verträgen für Amerikas Verteidigungsindustrie (Waffenindustrie Anm. d. Übers.) führen wird. Dies wird seinerseits den militärisch-industriellen Komplex und die mit ihm verbundenen Higtech-Sektoren in den VS und Westeuropa ankurbeln. Ein Bodenkrieg, verbunden mit einer anhaltenden militärichen Besetzung (wie in Bosnien) wird die Militärausgaben stützen. Dies wiederum wird, duch verdeckte Unterstützung und Finanzierung von "Freiheitskämpfern" (die sich über den Balkan hinaus nach Zentral-Asien und in den Mittleren Osten erstreckt), zur Ankurbelung des lukrativen Schmuggels von Handfeuerwaffen auf einem wachsenden Markt von nationalistischen Aufstandsbewegungen beitragen.


        Der "wirtschaftliche Wiederaufbau"

        Die "Nachkriegs-Agenda" (unter der vorgeschlagenen "Friedens-Initiative" der G8) besteht in der Errichtung eines besetzten Gebietes unter westlicher Verwaltung (weitgehend auf demselben Modell wie das Bosnien-Herzegowina auferlegte Abkommen von Dayton).

        Unter der Aufsicht der Bretton-Woods-Institutionen sind "marktwirtschaftliche Reformen" geplant. Art. I, Absatz 4 (a) des Vertrags von Rambouillet schreibt vor, daß: "Die Wirtschaft des Kosovo im Einklag mit marktwirtschaftlichen Prinzipien funktionieren soll".

        "Die zivile Verwaltung und der Wiederaufbau (im Kosovo) würden, zum Wiederaufbau der durch den Krieg zerstörten Infrastruktur und der Umsiedlung von Flüchtlichen von nicht-militärischen Organisationen, einschließlich der EU und der OSZE mit Vorgaben der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF), ausgeübt.71

        Die Bretton-Woods-Institutionen hatten in enger Zusammenarbeit mit der NATO bereits die Konsequenzen einer möglichen, zur Besetzung des Kosovo führenden militärischen Intervention analysiert: fast ein Jahr vor Kriegsbeginn hatte die Weltbank "Simulationen" durchgeführt, welche "die Möglichkeit eines aus auftretenden Spannungen im Kosovo entstehenden Notfall-Szenarios" vorwegnahmen.72 Die in Washington durchgeführte "Simulationen" führten tatsächlich zu eine Palette von "Notfall-Wiederaufbau-Darlehen" für Mazedonien und Albanien, und weitere werden folgen... Seit dem Beginn des Embargos wird Jugoslawien allerdings nicht mehr als Miglied der Bretton-Woods-Institutionen betrachtet und ist bis zur Aufhebung der Sanktionen nicht mehr zum Erhalt von Darlehen berechtigt.

        Der vorgeschlagene "Marshall Plan" für die Balkanstaaten ist eine Täuschung. Erinnern wir uns daran, daß die Kosten für den Wiederaufbau in Bosnien 50 Milliarden Dollar betragen haben. Westliche Geldgeber haben unsprünglich 3 Milliarden Dollar in Wiederaufbau-Anleihen angelegt, von denen bisher im Dezember 1995 nur spärliche 518 Millionen Dollar, als Teil der (unter den Bestimmungen des Friedensabkommens von Dayton vereinbarten) Finanzierung einiger der zivilen Kosten des militärischen Einsatzes der Implementation Forces (IFOR) sowie Zahlungsrückstände an internationale Kreditgeber, ausbezahlt worden sind.73

        Der im Kontext "marktwirtschaftlicher" Reformen formulierte und durch internationale Kredite finanzierte spätere "Wiederaufbau" Jugoslawiens dient weitgehend dazu einen sicheren Hafen für ausländische Investoren zu schaffen, anstatt die Wirtschaft sowie die soziale Infrastruktur des Landes wiederherzustellen. Die tödliche "wirtschaftliche Medizin" des IWF wird verordnet, die nationale Wirtschaft demontiert, europäische und amerikanische Banken werden die Finanzinstitutionen übernehmen und lokale Industrieunternehmen, die nicht völlig zerstört worden sind, werden in den Bankrott getrieben. Die profitabelsten Staatsanleihen werden, durch das von der Weltbank gesponserte Privatisierungsprogramm, in die Hände ausländischen Kapitals gebracht. Infolge dessen wird die von externen Geldgebern auferlegte "bittere wirtschaftliche Medizin" zur weiteren Ankurbelung einer kriminellen Wirtschaft beitragen (wie bereits in Albanien und Mazedonien geschehen), was  Armut und wirtschaftliche Verwerfungen begünstigt.

        "Die Alliierten werden, wenn die Krise vorüber ist, mit dem Rest der internationalen Gemeinschaft am Wiederaufbau des Kosovo arbeiten: Der internationale Währungsfond und die die Gruppe der bedeutendsten sieben Industrienationen sind unter jenen, die bereit sind den Ländern in der Region finanzielle Hilfe anzubieten. Wir möchten die angemessene Koordination der Unterstützung und Hilfe gewährenden Länder sicherstellen. Diese sollte mit notwendigen Strukturreformen in den betroffenen Ländern – unterstützt durch finanzielle Hilfe der internationalen Gemeinschaft – Hand in Hand gehen.74

        Im Gegenzug wird der so genannte "Wiederaufbau" der Balkanstaaten durch ausländisches Kapital millliardenschwere Verträge multinationaler Konzerne zum Wiedraufbau von Straßen, Flughäfen und Brücken zur Folge haben, die (wenn das Embargo aufgehoben wird) schließlich benötigt werden um den "freien Fluß" von Kapital und Waren zu ermöglichen.

        Von dem, von der Weltbank, gemeinsam mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) sowie privaten Kreditgebern finanzierten, vorgeschlagenen "Marshall Plan" profitieren weitgehend Bergbau- Erdöl- und Bauunternehmen des Westens, während er die Region bis ins dritte Jahrtausend mit Auslandsschulden belastet. Und die Balkanstaaten werden dafür mißbraucht diese Schulden durch Geldwäsche in ihrem eigenen Banksystem, daß unter der Aufsicht westlicher Finanzinstitute dereguliert wird, zurückzuerstatten. Betäubungs-Dollars aus dem milliardenschweren Drogenhandel im Balkan werden (durch das Banksystem) gewaschen und ebenso für die Bedienung von Auslandsschulden als auch zur "Finanzierung"  der Kosten des "Wiederaufbaus" umgeleitet werden.

        Dieses Muster ähnelt, in dieser Hinsicht, dem von Mazedonien und Albanien. Seit den frühen 1990-er Jahren haben die Reformen des IWF die albanische Bevölkerung in die Armut getrieben, während sie die Wirtschaft des Landes in den Bankrott geführt haben. Diese für die Wirtschaft tödliche Therapie des Internationalen Währungsfonds verwandelt Staaten in frei zugängliche Gebiete. In Albanien und Mazedonien hat sie das Wachstum des illegalen Handels und der Kriminalisierung staatlicher Institutionen unterstützt.

        Außerdem hatten NATO-Truppen, schon vor dem Zustrom von Flüchtlingen nach Mazedonien und Albanien zivile Einrichtungen (einschließlich Hotels, Schulen, Kasernen und sogar Krankenhäuser) besetzt, ohne die Regierungen dieser Länder für die Verwendung lokaler Dienstleistungen zu entschädigen.75

        Die schreckliche Ironie ist, daß ein bedeutender Anteil der hierdurch entstandenen Kosten, ebenso wie jene, die mit der Flüchtlingskrise zusammenhängen, derzeit nicht von der Allianz, sondern von den nationalen Regierungen mit geliehenem Geld finanziert werden:

        "Die formale Struktur der albanischen Regierung ist von der Krise paralysiert worden. Die Staatskasse des Landes wurde durch die eingeleiteten Maßnahmen zur Flüchtlingshilfe gelehrt."76


        Wer wird die Reparationen bezahlen?

        Normalerweise wäre die Allianz verpflichtet, für die umfangreiche Zerstörung Jugoslawiens, "Reparationen an Belgrad zu zahlen". Nach einem gängigen, sowohl dem Vietnam- als auch dem Irak-Krieg entsprechenden Muster wird das Bündnis jedoch zweifelsohne die "Bezahlung der Kosten" für die Operation Allied Force (einschließlich der Cruise Missels und radioaktiver Bomben), als Bedingung für die "Normalisierung der Beziehungen" und die Aufhebung des Wirtschaftsembargos, von Belgrad erzwingen.

        Erinnern wir uns diesbezüglich daran, daß, während Vietnam niemals Reparationen erhalten hat, Hanoi – im Jahr 1994 als Bedingung für die "Normalisierung " der Wirtschaftsbeziehungen und der Aufhebung des Wirtschaftsembargos – gezwungen worden ist die "uneinbringlichen Forderungen" des erloschenen Saigoner Regimes anzuerkennen, die weitgehend dazu benutzt worden waren, um den Kriegseinsatz der Vereinigten Staaten zu finanzieren. Mit der Anerkennung der Rechtmäßigkeit dieser Schulden (die im Jahr 1993 in einem Pariser Geheimclub ausgehandelt worden ist), hat Vietnam akzeptiert" die von seinem ehemaligen Kriegsgegner angerichteten Schäden zu bezahlen".77

        Ähnlich sind Bagdad "die Kosten des Golfkrieges angerechnet worden, wie bspw. angehäufte irakische Schulden, einschließlich privater Forderungen an den Irak, die von einer speziellen Behörde des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen sorgfältig aufgezeichnet worden sind. Die Anerkennung dieser Schulden durch Bagdad wird irgendwann in der Zukunft die Bedingung für die Aufhebung der Sanktionen gegen den Irak sein.



        Quellenangaben:

        1. Statement by UNICEF Representative in Belgrade, quoted in Yugoslav Daily Survey, Belgrade, 23 May 1999, No. 4351.

        2. Report by Dr Siegwart-Horst Guenther, meeting of the PBS (Federal Socialists), Bonn, 17 May 1999.

        3. International Action Center, “NATO Bombing Unleashes Environmental Catastrophe in Europe”, Press Release, 14 May 1999).

        4. Joseph Fitchett, “Is Serb Economy the True Target? Raids Seem Aimed at Bolstering Resistance to Milosevic”, International Herald Tribune, Paris, 26 May 1999.

        5. Tanjug Press Release, 25 May 1999.

        6. Statement to Ambassadors of 19 NATO Countries, quoted in Daily Telegraph, London, 28 May 1999.

        7. Ibid.

        8. Sean Gervasi, Bosnia and Vietnam, draft text, 1995.

        9. Financial Times, London, 6 May 1999, p. 2.

        10. Ibid.

        11. The Boston Globe, 8 April 1999.

        12. According to Viktor Chechevatov, a Three-star General and Commander of ground forces in Russia’s Far East, quoted in The Boston Globe, 8 April 1999

        13. Dr. Mary-Wynne Ashford, “Bombings Reignite Nuclear War Fears”, The Victoria Times-Colonist. 13 May 1999, page A15. Mary-Wynne Ashford is co-president of the Nobel Peace Prize winning IPPNW.

        14. Quoted in Mary-Wynne Ashford, op. cit.

        15 Quoted by Dr. Mary-Wynne Ashford, op. cit.

        16. Dr. Mary-Wynne Ashford, op cit.

        17. Quoted in The Washington Post, May 9, 1999, page A20.

        18. World Socialist Website editorial, 24 May 1999.

        19. Diana Johnstone, On Refugees, Paris, 30 May 1999.

        20. Ibid.

        21. See “Lawyers Charge NATO Leaders Before War Crimes Tribunal”, Toronto, 6 May 1999.

        22. See Financial Times, 27 May 1999.

        23. See “Lawyers Charge NATO Leaders Before War Crimes Tribunal”, Toronto, 6 May 1999; see also Jude Wanniski, “Memo to US House Majority Leader”, Polyeconomics, New York, 10 May 1999.

        24. Lawyers Charge NATO, op cit.

        25. Ibid.

        26. Ibid.

        27. Chicago Tribune, 10 May 1999. 28. Intelligence Report from the German Foreign Office, January 12, 1999 to the Administrative Court of Trier.

        29. Status Report of the German Foreign Office, November 18, 1998 to the Upper Administrative Court at Mnster, February 24, 1999.

        30. See, Roland Keith, “Failure of Diplomacy, Returning OSCE Human Rights Monitor Offers A View From the Ground in Kosovo”, The Democrat, May 1999.

        31. US Department of Defense Press Release, 6 April 1999. The stated purpose of the mission was “to discuss a range of security issues with the recent ethnic clashes in Kosovo.” In Skopje, the agenda consisted in examining security arrangements to be implemented after the termination of United Nations UNPREDEP programme.

        32. Background briefing by a Senior Defense Official at NATO Headquarters, Thursday, June 11, 1998.

        33. Ibid.

        34. US Department of Defense, Background Briefing, July 15, 1998.

        35. For further details see Michel Chossudovsky, Kosovo `Freedom Fighters’ Financed by Organised Crime, Ottawa, 1999.

        36. Quoted in The Daily Telegraph, London, 25 September 1998.

        37. See Federation of American Scientists, “Operation Determined Force”, 24 March 1999, see also Financial Times, October 12, 1998.

        38. Quoted in Federation of American Scientists, op. cit.

        39. See Roland Keith, Appendix, op. cit.

        40. United States Court of Appeals, for the District of Columbia Circuit, Filed January 23, 1996, Division No. 86-6, in Re: Oliver L. North.

        41. Ibid.

        42. Roland Keith, Appendix, op. cit.

        43. Confirmed by several press reports as well as statements of the KLA, see also Radio 21 Dispatch, Tirana, February 28, 1999.

        44. Roland Keith, Appendix, op cit.

        45. Daily Telegraph, London, 29 January 1999.

        46. Federation of American Scientists, op. cit.

        47. Ibid.

        48. Ibid.

        49. Ibid.

        50. “Margaret Warner talks with Cook about the latest developments in the Yugoslav conflict”, Jim Lehrer News Hour, 21 May 1999.

        51. New York Times, 26 May 1999.

        52. Washington Post, 23 May 1999.

        53. Action launched in United States District Court for the District of Columbia, Complaint for Declaratory Relief, Preliminary Statement, District of Columbia, 27 May 1999.

        54. Ibid., see also Truth in Media, Phoenix, 23 May 1999.

        55. Washington Post, 27 May 1999.

        56. Sunday Telegraph, London, 18 April 1999.

        57. Libration, Paris, 19 May 1999.

        58. Yossef Bodansky, “Italy Becomes Iran’s New Base for Terrorist Operations,” Defense and Foreign Affairs Strategic Policy, London, February 1998. Bodansky is Director of the US House Congressional Task Force on Terrorism and Unconventional Warfare

        59. Chris Steven, “Bin Laden Opens European Terror Base in Albania”, Sunday Times, London, 15 November 1998.

        60. “War Crimes Panel Finds Croat Troops ‘Cleansed’ the Serbs,” New York Times, 21 March 1999.

        61. NATO Press Briefing, 14 May 1999.

        62. Jim Lehrer News Hour, op cit.

        63. According to Canadian MP David Price, April 19, 1999, UPI Press Dispatch. 64. Sunday Telegraph, London, 18 April 1999.

        65. “US Is Trying to Reconcile Ethnic-Albanian Separatists”, Belgrade, Tanjug Press Dispatch, 30 May 1999.

        66. Quoted in Tanjug Press Dispatch, 14 May 1999.

        67. See Michael Radu, “Don’t Arm the KLA”, CNS Commentary from the Foreign Policy Research Institute, 7 April, 1999).

        68. New York Times, 2 February 1999.

        69. Ibid.

        70. Tanjug Press Dispatch, 30 May 1999.

        71. See World Bank Development News, Washington, 27 April 1999.

        72. Ibid.

        73. See Michel Chossudovsky, Dismantling Yugoslavia, Colonising Bosnia, Covert Action Quarterly, No. 56. Spring 1996.

        74. Statement by Javier Solano, Secretary General of NATO, published in The National Post, Toronto May 1999).

        75. See Jan Oberg, Press Info, no. 59, Insecuring Macedonia, Transnational Foundation TFF, March 18, 1999.

        76. Jane Intelligence Review, June 1999.

        77. See Michel Chossudovsky, The Globalisation of Poverty, Impacts of IMF and World Banks Reforms, Third World Network Penang and Zed Books, 1997, chapter 8.

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        Michel Chossudovsky ist preisgekrönter Autor und emerierter Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of Ottawa, Gründer und Direktor des Centre for Research on Globalisation (CRG) in Montreal sowie der Herausgeber von Global Research. Als Gastprofessor hat er in Westeuropa, Südostasien, im Pazifischen Raum und in Lateinamerika gelehrt und war als Berater für verschiedene internationale Organisationen in Entwicklungsländern tätig. Er ist Autor von elf Büchern, einschließlich "The Globalization of Poverty", "The New World Order" (2003), America’s “War on Terrorism” (2005), "The Global Economic Crisis", "The Great Depression of the Twenty-first Century" (2009) (Herausgeber), "Towards a World War III Scenario: The Dangers of Nuclear War" (2011), "The Globalization of War", "America's Long War against Humanity" (2015). Er ist Beitragender der Encyclopaedia Britannica. Seine Texte wurden in über zwanzig Sprachen veröffentlicht. Im Jahr 2014 erhielt er die Goldmedaille für Verdienste um die Republik Serbien für seine Schriften über den Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien.


        Quelle:  http://www.globalresearch.ca/nato-s-war-of-aggression-in-yugoslavia-who-are-the-war-criminals/2144


        * Zusätzlich eingefügte Verweise:

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